ARD: Neue Pro­gramm­di­rek­to­rin will Stra­te­gie umkrempeln

ARD-Hauptstadtstudio - Gemeinschaftseinrichtung - Wilhelmstraße - BerlinFoto: ARD-Hauptstadtstudio auf der Wilhelmstraße (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die künf­ti­ge ARD-Pro­gramm­di­rek­to­rin Chris­ti­ne Stro­bl will die Stra­te­gie kom­plett umbauen.

„Wenn sie wol­len, dass alles bleibt wie es ist, bin ich die fal­sche Per­son”, sag­te Stro­bl nach eige­nen Anga­ben den ARD-Inten­dan­ten, berich­tet der „Spie­gel”. Sie tritt am 01. Mai 2021 ihren Job an, im Juni will sie Ihre Plä­ne vor­le­gen. Am Anfang wür­de sie eine gewis­se Ver­un­si­che­rung in Kauf neh­men, sag­te Stro­bl. „Aber ich habe die Hoff­nung, dass ich danach die aller­meis­ten mit­neh­men kann auf unse­re gemein­sa­me Rei­se”. Ein zen­tra­le Rol­le soll die Media­thek spie­len. Die ARD brau­che dafür „ein eigen­stän­di­ges Ange­bot, eines, das fes­selt, fas­zi­niert, begeis­tert, sonst gehen uns die Ziel­grup­pen unter 50 dem­nächst ganz verloren”.

Stro­bl ist die Toch­ter von Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Schäub­le. Sie war dabei, als ihr Vater 1990 von einem psy­chisch Kran­ken ange­schos­sen wur­de. Der CDU-Poli­ti­ker lag meh­re­re Tage im Koma und sitzt seit­her im Roll­stuhl. Die­ses Erleb­nis hat Stro­bl nach eige­nen Anga­ben geprägt. „Wenn man früh mit einem mög­li­chen Ver­lust kon­fron­tiert ist, wird einem klar, was wich­tig ist im Leben. Und was nicht”. Sie mache ihren Beruf „echt gern”. „Aber am Ende weiß ich, dass es ent­schei­den­de­re Din­ge gibt”.

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