Bericht: Bund will Imp­fung ab April beim Haus­arzt ermöglichen

Corona-Impfzentrum Berlin - Deutsches Rotes Kreuz - Eika-Heß-Eisstadion - Müllerstraße - BerlinFoto: Corona-Impfzentrum Berlin am Erika-Heß-Eisstadion (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Bun­des­re­gie­rung arbei­tet schein­bar an einer Stra­te­gie, wie Impf­stoff an die bun­des­weit rund 100.000 Arzt­pra­xen ver­teilt wer­den kann.

Das berich­tet das Wirt­schafts­ma­ga­zin „Busi­ness Insi­der” (Don­ners­tag­aus­ga­ben) unter Beru­fung auf Regie­rungs­krei­se. Damit sol­len die bun­des­weit rund 400 Impf­zen­tren dem­nach schritt­wei­se auf­ge­löst wer­den. Bereits ab April, wenn deut­lich mehr Impf­stoff vor­han­den sein soll, könn­ten sich Impf­wil­li­ge bei ihrem Haus­arzt mel­den, so der Plan. Über die Haus­ärz­te wären Imp­fun­gen deut­lich schnel­ler und kos­ten­güns­ti­ger mög­lich als in Impfzentren.

Nach Berech­nun­gen der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung könn­ten von den etwa 100.000 Pra­xen in Deutsch­land bis zu 75.000 an der Impf­kam­pa­gne teil­neh­men. Doch schon allein bei nur 50.000 teil­neh­men­den Pra­xen und etwa 20 Imp­fun­gen pro Tag könn­ten bun­des­weit pro Woche rund fünf Mil­lio­nen Men­schen eine Sprit­ze erhal­ten – etwa fünf­mal mehr als in allen 400 Impf­zen­tren auch unter guten Bedin­gun­gen mög­lich wäre. Damit könn­ten bereits im Juni alle Deut­schen geimpft sein.

Ers­te Eck­punk­te des „Dis­tri­bu­ti­ons­kon­zep­tes” ste­hen laut „Busi­ness Insi­der” fest: Dem­nach sol­len Pra­xen Impf­stoff­do­sen bis zu vier Wochen im Vor­aus bestel­len kön­nen. Pro Pra­xis soll­ten im Schnitt wöchent­lich 100 Dosen zur Ver­fü­gung ste­hen, ange­lie­fert jeweils am Mon­tag. Grund sei die nur begrenz­te Halt­bar­keit des Impf­stoffs von Bio­n­tech, da die­ser bei nor­ma­ler Kühl­schrank­tem­pe­ra­tur nur fünf Tage halt­bar ist, berich­tet das Magazin.

Die Haus­ärz­te sol­len auch Haus­be­su­che durch­füh­ren. Steht weni­ger Impf­stoff als bestellt zur Ver­fü­gung, sol­len die bestell­ten Men­gen in allen Pra­xen gleich­mä­ßig antei­lig redu­ziert wer­den, damit es nicht zu einem Wett­lauf um Bestel­lun­gen kommt.

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