Ber­lin: Fri­seu­re erwar­ten kei­ne gro­ßen Gewin­ne nach Eröffnung

Friseur - Dienstleistung - Haare - Wand - SchildFoto: Schild mit der Aufschrift "Friseur" an der Wand, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Trotz vol­ler Ter­min­ka­len­der erwar­ten Deutsch­lands Fri­seu­re nach der Wie­der­eröff­nung kei­ne gro­ßen Gewinne.

Er gehe davon aus, dass die meis­ten Betrie­be auf­grund des ein­zu­hal­ten­den Min­dest­ab­stands von 1,5 Metern fast die Hälf­te ihrer Bedie­nungs­plät­ze auf­ge­ben müss­ten, sag­te der Prä­si­dent des Zen­tral­ver­bands des Deut­schen Fri­seur­hand­werks, Harald Esser, der RTL/n‑tv-Redak­ti­on. „Dass wir damit nicht Rie­sen­ge­win­ne erzie­len, da bin ich auch von über­zeugt”. Esser emp­fiehlt den Betrie­ben, im Schicht­dienst zu arbei­ten. So kön­ne man die Stun­den­zahl ausweiten.

Der Zen­tral­ver­band des Deut­schen Fri­seur­hand­werks habe die neue Hygie­never­ord­nung für die Bran­che mit­ent­wi­ckelt und so dar­an gear­bei­tet, dass die Fri­seu­re wie­der öff­nen kön­nen. Die Laden­schlie­ßun­gen haben vor allem klei­ne­re Läden unter finan­zi­el­len Druck gesetzt. „Vie­le kön­nen es ja mal gera­de einen Monat über­brü­cken – so eine Nicht­ein­nah­me­zeit”, sag­te Esser im RTL/n‑tv-„Frühstart”.

Die neue Ver­ord­nung sieht auch vor, dass sich jeder vor dem Fri­seur­be­such regis­trie­ren muss, damit man die Kun­den im Fal­le einer auf­ge­tre­te­nen Infek­ti­on kon­tak­tie­ren kann. Esser geht davon aus, dass die dabei erho­be­nen Daten nach drei Wochen ver­nich­tet werden.

Wegen der Mehr­aus­ga­ben, die durch die Umset­zun­gen der neu­en Vor­schrif­ten ent­ste­hen, wer­den die Fri­seu­re für ihre Dienst­leis­tung eine zusätz­li­che Pau­scha­le erhe­ben oder eini­ge Pro­zent auf den bis­lang regu­lä­ren Preis drauf­schla­gen. „Ob es vier Pro­zent sind, fünf Pro­zent – ob es fünf Euro sind, drei Euro: das glau­be ich muss jeder für sich sel­ber ent­schei­den”, so Esser.

Trotz­dem sei­en die Auf­trags­bü­cher voll, nicht jeder wer­de in den kom­men­den Tagen einen Ter­min bekom­men. Erst in sechs bis sie­ben Wochen sieht Esser sei­ne Bran­che im Normalrhythmus.

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