Bio­n­tech: Coro­na-Boos­ter wirkt laut Stu­die auch gegen Omikron

Impfung - Spritze - Biontech - Comirnaty - CoronavirusFoto: Impfspritze mit Impfstoff von Biontech, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Auf­fri­schungs­imp­fun­gen mit dem Coro­na-Impf­stoff von Bio­n­tech bie­ten nach Unter­neh­mens­an­ga­ben wohl auch Schutz gegen die neue Omikron-Variante.

Eine vor­läu­fi­ge Stu­die habe erge­ben, dass die durch den Wirk­stoff her­vor­ge­ru­fe­nen Anti­kör­per Omi­kron nach drei Dosen neu­tra­li­sie­ren, teil­te Bio­n­tech am Mitt­woch mit. Das Neu­tra­li­sie­rungs­po­ten­zi­al von Seren geimpf­ter Per­so­nen gegen­über der Omi­kron-Vari­an­te, das einen Monat nach der Auf­fri­schungs­imp­fung ent­nom­men wur­de, war dem­nach ver­gleich­bar zu dem Neu­tra­li­sie­rungs­po­ten­zi­al von Immun­se­ren gegen das ursprüng­li­che SARS-CoV-2-Spike-Pro­te­in nach der Impf­se­rie mit zwei Dosen.

Blut­se­ren von Per­so­nen, die zwei Dosen des der­zei­ti­gen Impf­stoffs erhal­ten haben, zeig­ten aller­dings im Ver­gleich zum ursprüng­li­chen Wild­typ ein durch­schnitt­lich mehr als 25-fach redu­zier­tes Neu­tra­li­sie­rungs­po­ten­zi­al gegen­über Omi­kron. Dies deu­te dar­auf hin, dass zwei Dosen kei­nen „aus­rei­chen­den Schutz” gegen eine Infek­ti­on mit Omi­kron bie­ten, so Bio­n­tech. Da jedoch die über­wie­gen­de Mehr­heit der Epi­t­ope, gegen die sich die impf­stoff­in­du­zier­ten T‑Zellen rich­ten, nicht von den Muta­tio­nen der Omi­kron-Vari­an­te betrof­fen sind, gehe man davon aus, dass geimpf­te Per­so­nen immer noch gegen schwe­re For­men der Krank­heit geschützt sein könnten.

Die tat­säch­li­che Wirk­sam­keit gegen Omi­kron wer­de man „welt­weit genau beob­ach­ten”. Bio­n­tech-Chef Ugur Sahin sag­te zu den Stu­di­en­ergeb­nis­sen, dass eine Auf­fri­schungs­imp­fung immer noch einen „aus­rei­chen­den Schutz” gegen eine durch die Omi­kron-Vari­an­te aus­ge­lös­te Erkran­kung „jeg­li­cher Schwe­re” bie­ten kön­ne. Die Ent­wick­lung eines vari­an­ten­spe­zi­fi­schen Impf­stoffs soll aber wei­ter­ge­hen. Man gehe davon aus, den Impf­stoff bis Ende März 2022 bereit­stel­len zu kön­nen, sofern eine Anpas­sung not­wen­dig sein soll­te, hieß es.

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