Bun­des­re­gie­rung: Über 200.000 Flücht­lin­ge und Migran­ten in Algerien

Deutscher Bundestag - Parlament - Deutschland - Platz der Republik - BerlinFoto: Deutscher Bundestag am Platz der Republik (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung leben der­zeit mehr als 200.000 Flücht­lin­ge und Migran­ten in Alge­ri­en, unter ihnen auch etwa 40.000 Men­schen aus Syrien.

Das geht aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf Anfra­ge der Links­frak­ti­on im Bun­des­tag her­vor, über die die Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Diens­tag­aus­ga­ben) berich­ten. Rund 160.000 „Migran­ten aus Sub­sa­ha­ra-Afri­ka” hal­ten sich dem­nach in Alge­ri­en auf, sowie 4.000 Palästinenser.

Nach Aus­kunft der Bun­des­re­gie­rung besit­zen die Geflüch­te­ten und Migran­ten „kei­nen auf­ent­halts­recht­li­chen Sta­tus und kei­ne offi­zi­el­le Arbeits­er­laub­nis”. Die Bun­des­re­gie­rung ergänz­te in ihrer Ant­wort jedoch: „Ihnen wird in der Regel der Zugang zu staat­li­cher Bil­dung und Gesund­heits­ver­sor­gung gewährt.” Die Innen­ex­per­tin der Lin­ken im Bun­des­tag, Ulla Jel­pke, kri­ti­sier­te die Poli­tik der Bun­des­re­gie­rung gegen­über Asyl­su­chen­den aus den Maghreb­staa­ten Marok­ko und Alge­ri­en: „Marok­ko und Alge­ri­en sind nicht sicher – dass die Bun­des­re­gie­rung trotz­dem an ihrer Ein­stu­fung als siche­res Her­kunfts­land fest­hält, ist ein Zynis­mus sondergleichen.”

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