Ethik­rat: Bes­se­re Impf-Ange­bo­te in sozia­len Brennpunkten

Reklame - Werbung - Tafel - Deutschland Krempelt die Ärmelhoch - Corona-ImpfkampagneFoto: Werbung für die Corona-Impfkampagne, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Vor­sit­zen­de des Deut­schen Ethik­rats for­dert von der Poli­tik mehr Anstren­gung, um Bewoh­nern ärme­rer Stadt­vier­tel eine Imp­fung zu ermöglichen.

Sinn­voll sei­en mehr auf­su­chen­de Imp­fun­gen, mobi­le Diens­te sowie Imp­fun­gen in Gemein­de­zen­tren, um mehr Men­schen zu errei­chen, sag­te Ale­na Buyx den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mon­tag­aus­ga­ben). Buyx sag­te, man müs­se „die sozio-demo­gra­fi­schen Unter­schie­de beim Imp­fen unbe­dingt berück­sich­ti­gen”. Es hand­le sich um ein Pro­blem, das mit Fak­to­ren wie Spra­che, Bil­dung, Ver­trau­en sowie mit kul­tu­rel­len Unter­schie­den zu tun habe. „Für jeman­den, der schlech­te Erfah­run­gen mit staat­li­chen Ein­rich­tun­gen gemacht hat oder schlecht Deutsch spricht, sind die Hür­den höher”, erläu­ter­te Buyx.

Auch die Dich­te an Haus­ärz­ten in bestimm­ten Vier­teln sowie der Zugang zu Betriebs­ärz­ten spiel­ten eine Rol­le. Zugleich sprach sich Buyx gegen eine gesetz­li­che Coro­na-Impf­pflicht aus. „Der Ethik­rat betont, dass es eine mora­li­sche Pflicht ist, sich imp­fen zu las­sen. Aber eine recht­li­che Pflicht schlie­ßen wir aus”, stell­te die Vor­sit­zen­de des Gre­mi­ums klar.

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