Han­no­ver: 101 neue Flücht­lin­ge nach Brand in Moria erwartet

Flugzeug - Landebahn - Flughafen - Wiese - Baustelle - Kran - HäuserFoto: Sicht auf ein Flugzeug, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Am Frei­tag, den 15. Okto­ber 2020 sol­len ins­ge­samt 101 neue Flücht­lin­ge aus Athen nach Deutsch­land geflo­gen werden.

Bei den 26 Fami­li­en han­delt es sich um die ers­te Grup­pe des ins­ge­samt 1.553 Per­so­nen umfas­sen­den Kon­tin­gents, auf des­sen Auf­nah­me sich die gro­ße Koali­ti­on nach dem Groß­brand im grie­chi­schen Flücht­lings­la­ger Moria im Sep­tem­ber geei­nigt hat­te, berich­tet das „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Frei­tag­aus­ga­ben) unter Beru­fung auf das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um. Die Män­ner, Frau­en und Kin­der sind aner­kann­te schutz­be­dürf­ti­ge Flücht­lin­ge, die auf den ost­ägäi­schen Inseln einen Asyl­an­trag gestellt hat­ten und nach des­sen Bewil­li­gung aufs grie­chi­sche Fest­land gebracht wor­den waren.Die Grup­pe soll am Frei­tag auf dem Flug­ha­fen in Han­no­ver-Lan­gen­ha­gen landen.

Dem Ver­neh­men nach soll­ten die Men­schen schon frü­her nach Deutsch­land geflo­gen wer­den, berich­tet das RND. Auf­grund der aktu­el­len Coro­na-Lage ver­zö­ger­te sich der Flug um eini­ge Tage. Deutsch­land will 1.553 Flücht­lin­ge von fünf grie­chi­schen Inseln auf­neh­men. Dar­auf hat­ten sich Uni­on und SPD Mit­te Sep­tem­ber ver­stän­digt. Es han­delt sich dabei um ins­ge­samt 408 Fami­li­en mit Kin­dern, die in Grie­chen­land bereits als schutz­be­dürf­tig aner­kannt wur­den. Über­dies hat­te sich Deutsch­land im Sep­tem­ber bereit erklärt, von ins­ge­samt 400 unbe­glei­te­ten Min­der­jäh­ri­gen bis zu 150 Jugend­li­che aufzunehmen.

Im März hat­te Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­hofer (CSU) zudem beschlos­sen, im Rah­men einer euro­päi­schen Hilfs­ak­ti­on 243 kran­ke Kin­der mit ihren Fami­li­en aus Grie­chen­land auf­zu­neh­men. Ins­ge­samt wur­den in die­sem Jahr 804 schutz­be­dürf­ti­ge Per­so­nen, dar­un­ter 104 unbe­glei­te­te Min­der­jäh­ri­ge und 163 kran­ke Kin­der, per Flug­zeug von Grie­chen­land nach Deutsch­land gebracht.

Der­weil hat die Bun­des­re­gie­rung die Ent­sen­dung von BAMF-Mit­ar­bei­tern zur Unter­stüt­zung bei der Bear­bei­tung von Asyl­an­trä­gen vor Ort wie­der­auf­ge­nom­men. „Aktu­ell befin­den sich zwei BAMF-Mit­ar­bei­ter im EASO-Ein­satz auf den grie­chi­schen Inseln”, teil­te eine Spre­che­rin des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums dem RND mit. Ende ver­gan­ge­nen Jah­res wur­de die Ent­sen­dung aus­län­di­scher Asyl­be­am­ter auf Betrei­ben der grie­chi­schen Regie­rung ein­ge­stellt, obwohl die grie­chi­schen Behör­den mit der Bear­bei­tung von Asyl­an­trä­gen zwi­schen­zeit­lich über­for­dert waren.

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