Idar-Ober­stein: Töd­li­che Tank­stel­len-Atta­cke sorgt für Entsetzen

Absperrung - Polizei - Absperrband - Prohibited AreaFoto: Absperrung der Polizei, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die töd­li­che Atta­cke auf einen Tank­stel­len-Kas­sie­rer infol­ge eines Streits um das Tra­gen einer Mas­ke hat bun­des­weit für Ent­set­zen gesorgt.

„Mich erschüt­tert der furcht­ba­re Mord an einem jun­gen Mann, der nur dar­um bat, die gel­ten­den Regeln zu befol­gen, umsich­tig und soli­da­risch zu sein”, schrieb Grü­nen-Kanz­ler­kan­di­da­tin Anna­le­na Baer­bock am Diens­tag bei Twit­ter. Die Radi­ka­li­sie­rung des Quer­den­ker­mi­lieus berei­te ihr gro­ße Sor­gen. „Wir sind alle gefor­dert, uns gegen den zuneh­men­den Hass zu stel­len.” Der Prä­si­dent des thü­rin­gi­schen Lan­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz, Ste­phan Kra­mer, sieht die Tat unter­des­sen als Kon­se­quenz rechts­ex­tre­mis­ti­scher Verschwörungsfantasien.

„Der kalt­blü­ti­ge Mord an dem Stu­den­ten, der als Tank­stel­len-Kas­sie­rer arbei­te­te, ist furcht­bar, aber für mich kei­ne Über­ra­schung ange­sichts der ste­ten Eska­la­ti­on der letz­ten Wochen”, sag­te er dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. Als Ver­fas­sungs­schüt­zer habe er mit sei­nen Kol­le­gen vor der Eska­la­ti­on und dem Aggres­si­vi­täts­po­ten­ti­al gewarnt. „Bedau­er­lich ist, dass es immer erst Tote geben muss, bevor die Gefahr ernst genom­men wird.” Ein 49 Jah­re alter Mann hat­te dem 20-jäh­ri­gen Ver­käu­fer am Sams­tag­abend in den Kopf geschos­sen, nach­dem die­ser ihn beim Bier­kauf zwei Mal auf die Mas­ken­pflicht hin­ge­wie­sen hat­te. Der Täter befin­det sich mitt­ler­wei­le in Untersuchungshaft.

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