Johnson&Johnson: Pan­ne bremst die Impfstofflieferungen

World Conference Center - Corona-Impfzentrum - Februar 2021 - BonnFoto: Corona-Impfzentrum am 08.02.2021 (Bonn), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Deutsch­land und die EU-Natio­nen müs­sen mög­li­cher­wei­se wei­te­re Impf­stoff-Lie­fer­ver­zö­ge­run­gen von Johnson&Johnson befürchten.

Das berich­tet der „Spie­gel” in sei­ner aktu­el­len Aus­ga­be. Grund hier­für ist die Still­le­gung einer Fabrik in den USA auf Betrei­ben der dor­ti­gen Behör­den. „Nach hie­si­gen Infor­ma­tio­nen unter­sucht die FDA wei­ter­hin eine am Pro­duk­ti­ons­pro­zess des Impf­stoffs betei­lig­te Her­stel­lungs­stät­te der Fir­ma Emer­gent in Bal­ti­more”, teil­te das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um dem „Spie­gel” mit. „Dort darf der­zeit nicht pro­du­ziert werden”.

Johnson&Johnson habe sein Lie­fer­ver­spre­chen von 10,1 Mil­lio­nen Dosen für Deutsch­land bis zum Quar­tals­en­de zwar bis­her nicht kor­ri­giert – ob es wei­te­re Ver­zö­ge­run­gen gebe, hän­ge aber maß­geb­lich von den Ent­wick­lun­gen in den USA ab. Aus dem nie­der­län­di­schen Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um hieß es: „Auf­grund von Pro­duk­ti­ons­pro­ble­men sind die Lie­fe­run­gen im Mai zu gering. Für Juni und Juli sind sie noch unklar”.

US-Inspek­to­ren hat­ten die Fabrik des Zulie­fe­rers Emer­gent Bio Solu­ti­ons geschlos­sen, nach­dem sie Män­gel ent­deckt hat­ten. Johnson&Johnson will ein­zel­ne Lie­fe­run­gen nicht kom­men­tie­ren. Man erwar­te, dass die Lie­fer­men­gen Schritt für Schritt zuneh­men wer­den. Allein bis Ende Mai soll­te der Kon­zern drei Mil­lio­nen Dosen nach Deutsch­land lie­fern, ange­kom­men sind laut offi­zi­el­len Sta­tis­ti­ken bis­lang erst 473.400 Dosen.

Aller­dings wer­den die ohne­hin nur unge­wöhn­lich zöger­lich ein­ge­setzt. Rund 80.000 Dosen wur­den bis Mitt­woch in Deutsch­land ver­impft, das ist nicht ein­mal ein Drit­tel der ers­ten Lie­fe­rung, die schon Ende April ankam.

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