KBV: Arzt­pra­xen bestel­len weni­ger Impf­do­sen als möglich

Impfstoff - Coronavirus - Softbox - LKW - Lieferung - Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen - Dezember 2020 - DüsseldorfFoto: Erster Impfstoff für NRW an der Staatskanzlei (Düsseldorf), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Deutsch­lands Arzt­pra­xen haben für nächs­te Woche erst­mals weni­ger Impf­stoff­do­sen von Bio­n­tech oder Astra­ze­ne­ca bestellt als eigent­lich möglich.

Das berich­tet das Por­tal „Busi­ness Insi­der” unter Beru­fung auf Zah­len der Kas­sen­ärz­te. Dem­nach bestell­ten Arzt­pra­xen bun­des­weit rund zwei Mil­lio­nen Impf­do­sen Bio­n­tech – obwohl sie 2,2 Mil­lio­nen hät­ten bestel­len kön­nen. Noch grö­ßer ist die Dif­fe­renz bei Astra­ze­ne­ca: Von 1,1 Mil­lio­nen Impf­do­sen, die nächs­te Woche für Pra­xen bereit­ge­stan­den hät­ten, wur­den gera­de mal 325.000 geor­dert. Die Hin­ter­grün­de sind unklar.

Unter ande­rem haben in meh­re­ren Bun­des­län­dern inzwi­schen die Feri­en begon­nen, sodass auch ver­mehrt Pra­xen in den Urlaub gegan­gen sein wer­den, hei­ße es aus Krei­sen der Kas­sen­ärz­te. Zudem könn­te aber auch wach­sen­de Impf­mü­dig­keit in der Bevöl­ke­rung eine Erklä­rung sein. Denn seit weni­gen Wochen kla­gen auch immer mehr Impf­zen­tren, dass trotz auf­ge­ho­be­ner Impf­prio­ri­sie­rung wöchent­lich mit­un­ter Hun­der­te Men­schen nicht zur ver­ein­bar­ten Zeit auf­tau­chen oder freie Ter­mi­ne erst gar nicht gebucht wer­den. Auch hier ist nicht immer klar, was der Grund ist. Man­che haben sich vor­her bereits in Pra­xen oder beim Betriebs­arzt geimpft, ande­re wol­len ihren Urlaub nicht ver­schie­ben, heißt es von Verantwortlichen.

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