Saar­brü­cken: Tobi­as Hans will neue Altschulden-Verhandlungen

Saarbrücken - Saarland - Fluss - Kanal - Bäume - Wiese - Boot - Häuser - Autos - StraßeFoto: Saarbrücken, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der saar­län­di­sche Minis­ter­prä­si­dent Tobi­as Hans will mit dem Bund noch ein­mal über eine Über­nah­me der Alt­schul­den von Kom­mu­nen verhandeln.

„Das Anlie­gen war rich­tig, und wir wer­den in die­ser Ange­le­gen­heit mit dem Bund noch ein­mal das Gespräch suchen”, sag­te der CDU-Poli­ti­ker der „Welt” (Sams­tag­aus­ga­be). Er bedaue­re, dass sich Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) nicht mit dem Bemü­hen durch­ge­setzt habe, die Alt­schul­den der Kom­mu­nen zu übernehmen.

Scholz war mit sei­nem Anlie­gen im Koali­ti­ons­aus­schuss geschei­tert. Es sei ein Feh­ler des Finanz­mi­nis­ters gewe­sen, hier „die par­tei­po­li­ti­sche Kar­te zu zie­hen” und den Plan im Wil­ly-Brandt-Haus vor­zu­stel­len und dafür nicht die Rücken­de­ckung durch die Minis­ter­prä­si­den­ten oder kom­mu­na­len Ver­tre­ter zu holen.

Gene­rell for­der­te der CDU-Poli­ti­ker, in einer Föde­ra­lis­mus­kom­mis­si­on über eine Neu­ver­tei­lung der Zustän­dig­kei­ten von Bund und Län­dern nach der Kri­se zu ent­schei­den. „Es ist sicher dring­lich, dass wir uns nach Coro­na dar­über unter­hal­ten, wo wel­che Auf­ga­ben im föde­ra­len Staats­auf­bau am bes­ten anzu­sie­deln sind.” Das Bemü­hen müs­se sein, gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se her­zu­stel­len oder zu erhal­ten. Die Län­der gin­gen nach der Bewäl­ti­gung die­ser Kri­se mit gestei­ger­tem Selbst­be­wusst­sein in eine sol­che Kom­mis­si­on hinein.

Der Minis­ter­prä­si­dent for­der­te sei­ne Minis­ter­prä­si­den­ten­kol­le­gen auf, Einig­keit dar­über zu erzie­len, wie die digi­ta­le Bil­dungs­in­fra­struk­tur aus­se­hen sol­le. In der Fra­ge nach wei­te­ren Schul­öff­nun­gen erklär­te der CDU-Poli­ti­ker, nach den Feri­en einen regu­lä­ren Schul­be­trieb star­ten zu wol­len. „Wir müs­sen alles dar­an set­zen, dass nicht noch ein wei­te­res Schul­jahr über Gebühr beein­träch­tigt wird.” Das Home­schoo­ling sei kein Ersatz für den Schul­un­ter­richt. „Bei vol­lem Regel­be­trieb kön­nen wir aller­dings die Abstands­re­geln in den Schu­len dann nicht mehr wie bis­her umset­zen.” Des­halb brau­che es „pass­ge­naue, intel­li­gen­te” Hygie­nekon­zep­te. „Wir müs­sen dafür sor­gen, dass sich Klas­sen und Kur­se nicht ver­mi­schen.” Wenn es zu Infek­tio­nen kom­me, müs­se die Klas­se mit einem Satz Tablet, für die man ins­zwi­schen Gel­der ein­ge­stellt habe, für 14 Tage nach Hau­se geschickt wer­den. „Gan­ze Schu­len zu schlie­ßen, wol­len wir vermeiden.”

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