Städ­te­bund: Paket­abga­be des Online­han­dels für Innenstädte

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Der Städ­te- und Gemein­de­bund for­dert eine finan­zi­el­le Paket­abga­be für den Online­han­del zur Unter­stüt­zung der Innenstädte.

Als Grund nann­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Gerd Lands­berg, dass sich infol­ge der Coro­na-Pan­de­mie immer mehr Men­schen dar­an gewöhnt hät­ten, Ein­käu­fe online zu erle­di­gen und die­ser Trend wohl auch nach der Pan­de­mie anhal­ten wer­de. „Innen­städ­te und Orts­ker­ne ste­hen in einer schwe­ren Kri­se”, sag­te Lands­berg dem „Han­dels­blatt”. „Wir brau­chen daher Stra­te­gien, mit denen das Ster­ben unse­rer Innen­städ­te und Orts­ker­ne auf­ge­hal­ten wird”. Dazu gehö­re eine Paket­ver­sand­steu­er. Damit könn­ten ins­be­son­de­re die gro­ßen Platt­for­men an den Kos­ten der von ihren Lie­fer­diens­ten genutz­ten kom­mu­na­len Infra­struk­tu­ren betei­ligt werden.

Gleich­zei­tig müs­se auch der sta­tio­nä­re Han­del in viel grö­ße­rem Umfang als bis­her sei­nen Kun­den auch Online-Ange­bo­te unter­brei­ten. „Die­se Paket­vor­gän­ge soll­ten durch eine hohe Baga­tell­gren­ze von der Paket­ver­sand­steu­er aus­ge­nom­men wer­den”, erläu­ter­te Lands­berg. Aus Sicht des Städ­te­bund­chefs müs­sen zudem län­ge­re Leer­stän­de in den Innen­städ­ten „auf jeden Fall ver­hin­dert wer­den”. Hier­bei sei auch die Wirt­schaft gefor­dert, da ins­be­son­de­re gro­ße Inves­to­ren durch zu hohe Miet­for­de­run­gen die Eta­blie­rung klei­ner, indi­vi­du­el­ler Fach­ge­schäf­te erschwer­ten. „Um dies auf den Weg zu brin­gen, soll­te es zusätz­li­che Städ­te­bau­för­der­mit­tel geben und gege­be­nen­falls ein Fonds unter dem Titel „Ret­tet die Innen­städ­te” ein­ge­rich­tet werden”.

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