Unter­föh­ring: Con­rad Albert ver­lässt nächs­tes Jahr ProSiebenSat.1

ProSiebenSat.1 - Deutsches Medienunternehmen - Unternehmensschild - Zentrale - UnterföhrigFoto: Sicht auf das Unternehmensschild von der ProSiebenSat.1 Media (Unterföhrig), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der stell­ver­tre­ten­de Vor­stands­vor­sit­zen­de von ProSiebenSat.1, Con­rad Albert, hat ange­kün­digt, das Medi­en­un­ter­neh­men zu verlassen.

„Ich habe bereits im Juni des ver­gan­ge­nen Jah­res den Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den Wer­ner Brandt infor­miert, dass ich in der aktu­el­len Kon­stel­la­ti­on nicht für eine Ver­län­ge­rung zur Ver­fü­gung ste­he”, sag­te Albert der „Süd­deut­schen Zei­tung” (Diens­tags­aus­ga­be). Sein aktu­el­ler Ver­trag ende am 30. April 2021. Albert ist seit 2005 im Unter­neh­men, seit 2011 im Vor­stand, 2018 war er für drei Mona­te kom­mis­sa­risch Kon­zern­chef, bevor er für den aktu­el­len Vor­stands­vor­sit­zen­den Max Con­ze Platz machte.

ProSiebenSat.1 lei­det der­zeit unter einem Akti­en­kurs­sturz, schwa­chen Wer­be­märk­ten beson­ders im Fern­seh­ge­schäft und Füh­rungs­que­re­len. Er sei „eben dem gan­zen Unter­neh­men, sei­nen Mit­ar­bei­tern und letzt­lich auch mei­nen Über­zeu­gun­gen” ver­ant­wort­lich, sag­te Albert. „Das kön­nen Sie auch Hal­tung nen­nen”, so der ProSiebenSat.1‑Vizechef weiter.

Er habe bis­lang immer unauf­ge­regt sei­ne Pflicht erfüllt, das Unter­neh­men auch in unru­hi­gen Zei­ten zusam­men­ge­hal­ten. „Die momen­ta­ne Situa­ti­on macht dies zuneh­mend schwie­rig. Dar­aus habe ich für mich eine Kon­se­quenz gezo­gen”, hob Albert her­vor. Sonst blei­be der Ein­druck „einer Vor­stands-Soap-Ope­ra auch am Unter­neh­men haf­ten”, so der ProSiebenSat.1‑Vizechef wei­ter. Er kün­dig­te zudem an, dass sich ProSiebenSat.1 bei sei­nen Fern­seh­sen­dern künf­tig stär­ker auf aktu­el­le Nach­rich­ten kon­zen­trie­ren wer­de. „Wich­tig ist der Aus­bau unse­rer Kom­pe­tenz bei Infor­ma­ti­on und Aktua­li­tät”, so der Fernsehmanager.

Er wäre bei dem The­ma ger­ne schon wei­ter. „Wir müs­sen als natio­na­les Medi­en­un­ter­neh­men unse­ren Platz in einer glo­ba­len Wett­be­werbs­land­schaft fin­den, das kann über mehr Aktua­li­tät und Loka­li­tät funk­tio­nie­ren”, sag­te Albert der „Süd­deut­schen Zei­tung”. Zu dem von der Ver­lags­grup­pe Axel Sprin­ger geplan­ten Fern­seh­sen­der Bild TV sag­te er, Kon­zept und Stra­te­gie sei­en zwar noch nicht aus­ge­reift. „Aber viel­leicht machen wir da auch ein­mal etwas zusam­men”, so der ProSiebenSat.1‑Vizechef.

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