Ber­lin: Bun­des­tag stimmt für Ein­füh­rung eines Lobbyregisters

Person - Bank - Sitz - Sitze - Hinterbank - HinterbänklerFoto: Hinterbänkler im Bundestag, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der deut­sche Bun­des­tag in Ber­lin hat nun der Ein­füh­rung eines soge­nann­ten Lob­by­re­gis­ters zuge­stimmt – mit Aus­nah­me von AfD.

Der Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung wur­de mit den Stim­men der Gro­ßen Koali­ti­on gegen die Stim­men der AfD am Don­ners­tag­abend ange­nom­men, die rest­li­che Oppo­si­ti­on ent­hielt sich. Die Koali­ti­ons­frak­tio­nen wol­len unter­schied­li­che Maß­nah­men mit dem Ziel ergrei­fen, die Ver­tre­tung von Inter­es­sen im Par­la­ment mit hohen Trans­pa­renz­erfor­der­nis­sen in Ein­klang zu brin­gen. Dazu soll ein Rege­lungs­rah­men für das Mit­ein­an­der von Poli­tik, Wirt­schaft und Zivil­ge­sell­schaft geschaf­fen werden.

Kon­kret sei die Schaf­fung einer Regis­trie­rungs­pflicht als eine Art Lob­by­re­gis­ter für die­je­ni­gen, die Inter­es­sen­ver­tre­tung gegen­über dem Deut­schen Bun­des­tag aus­üben und dabei im demo­kra­ti­schen Wil­lens­bil­dungs- und Ent­schei­dungs­pro­zess mit­wir­ken vor­ge­se­hen. Zudem soll eine Ver­pflich­tung der Inter­es­sen­ver­tre­te­rin­nen und Inter­es­sen­ver­tre­ter geplant sein, sich einen Ver­hal­tens­ko­dex zu geben, der Grund­sät­ze inte­grer Inter­es­sen­ver­tre­tung defi­niert und ein öffent­li­ches Rüge­ver­fah­ren bei Ver­stö­ßen vor­gibt. Auch die Schaf­fung eines Ord­nungs­wid­rig­keits­tat­be­stan­des bei Ver­stö­ßen gegen die Regis­trie­rungs­pflicht ist vorgesehen.

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