Grü­ne: Schär­fe­re Regeln für aus­län­di­sche Über­nah­men gefordert

China - Flagge - Fahne - Gebäude Foto: Sicht auf die chinesische Flagge, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Grü­nen wol­len die gesetz­li­chen Vor­ha­ben für aus­län­di­sche Inves­ti­tio­nen in sen­si­ble Tech­no­lo­gie­be­rei­che und kri­ti­sche Infra­struk­tu­ren deut­lich verschärfen.

In den ver­gan­ge­nen Tagen sei deut­lich gewor­den, „dass es drin­gend gesetz­li­cher Nach­jus­tie­run­gen bedarf, um zukünf­tig ent­spre­chen­de, stra­te­gisch moti­vier­te Über­nah­men aus­län­di­scher Inves­to­ren noch leich­ter unter­sa­gen zu kön­nen – auch und gera­de mit Blick auf die kri­ti­schen Infra­struk­tu­ren”, sag­te Frak­ti­ons­vi­ze Kon­stan­tin von Notz dem „Han­dels­blatt”. „Auch das ist ein wich­ti­ger Bau­stein, um die Zei­ten­wen­de mit poli­ti­schem Leben zu füllen”.

Anlass ist, dass nach dem wahr­schein­li­chen Ein­stieg der chi­ne­si­schen Staats­ree­de­rei Cosco bei einem Ter­mi­nal im Ham­bur­ger Hafen nun eine Chip-Fabrik in Dort­mund durch die Toch­ter eines chi­ne­si­schen Unter­neh­mens über­nom­men wer­den soll. Von Notz mahn­te im Fall der Chip-Fabrik, die War­nun­gen der Geheim­diens­te „sehr ernst” zu nehmen.

Die Erkennt­nis, dass man sich nicht all­zu sehr in Abhän­gig­kei­ten einer zukünf­ti­gen Welt­macht bege­ben soll­te, set­ze sich mit Blick auf Chi­na erst lang­sam durch. Er erin­ner­te an eine Aus­sa­ge von Ver­fas­sungs­schutz­chef Tho­mas Hal­den­wang. Bei einer Anhö­rung im Bun­des­tag habe die­ser erklärt, Russ­land sei der Sturm, Chi­na der Kli­ma­wan­del. „Wenn man das kon­se­quent zu Ende denkt, ist es über­fäl­lig, dass wir uns bei­spiels­wei­se auch noch ein­mal sehr ent­schie­den mit der Fra­ge beschäf­ti­gen müs­sen, wel­che aus­län­di­sche Fir­men heu­te bereits in unse­ren Infra­struk­tu­ren ste­cken”, sag­te von Notz. Er den­ke hier vor allem an den chi­ne­si­schen Netz­werk­aus­rüs­ter Huawei.