Poli­tik: Johan­nes Kahrs lehnt Strei­chung von Bon­pflicht ab

Johannes Kahrs - Politiker - SPD - Chefhaushälter-SPDFoto: Johannes Kahrs, Chefhaushälter der SPD-Bundestagsfraktion, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Chef­haus­häl­ter der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on, Johan­nes Kahrs, hat die For­de­rung von Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er zurück­ge­wie­sen, die Bon­pflicht für Händ­ler wie­der aus dem Gesetz zu streichen.

Mit der Beleg­aus­ga­be­pflicht kön­ne Kas­sen­be­trug wirk­sam bekämpft wer­den. „Nur so kann die Finanz­ver­wal­tung schnell und ein­fach prü­fen, ob Umsät­ze kor­rekt erfasst sind”, sag­te Kahrs dem „Han­dels­blatt”.

Das Ent­de­ckungs­ri­si­ko der Betrü­ger stei­ge. „Letzt­end­lich nützt eine Beleg­aus­ga­be­pflicht auch der Wirt­schaft, weil Prü­fun­gen und Nach­schau­en durch das Finanz­amt damit viel schnel­ler gehen und wesent­lich weni­ger in den Betriebs­ab­lauf ein­grei­fen”, so der SPD-Poli­ti­ker wei­ter. Einen Mehr­auf­wand an Büro­kra­tie sieht er nicht.

Eben­so teilt Kahrs den Ein­wand Alt­mai­ers nicht, wonach durch die Bon­pflicht die Umwelt stark belas­tet wer­de, da die häu­fig auf Ther­mo­pa­pier gedruck­ten Bons zu Mil­li­ar­den „direkt im Müll lan­den” wür­den. Die Erstel­lung des Belegs kön­ne auch in elek­tro­ni­scher Form erfol­gen, so der SPD-Chef­haus­häl­ter. „Hier ist die Wirt­schaft gefragt, pra­xis­taug­li­che Lösun­gen zu ent­wi­ckeln”, sag­te Kahrs dem „Han­dels­blatt”. Es gebe bereits ers­te App-Lösun­gen, die eine Über­tra­gung des Kas­sen­bons per Nah­feld­kom­mu­ni­ka­ti­on (NFC) auf das Han­dy des Kun­den ermöglichten.

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