Russland: Kremlgegner Alexej Nawalny muss ins Gefängnis

Stacheldraht - Schutzmauer - Gefängnis - JustizvollzugsanstaltFoto: Sicht auf eine Schutzmauer mit Stacheldraht (Gefängnis), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der russische Kremlgegner Alexej Nawalny muss nun endgültig für mehrere Jahre ins Straflager.

In einem Berufungsverfahren wurde seine Beschwerde am Samstag zurückgewiesen. Anfang Februar war Nawalny von einer kurz vorher ausgetauschten Richterin zu dreieinhalb Jahren Straflager verurteilt worden. Weil Nawalny bereits während eines früheren Verfahrens zehn Monate in Hausarrest saß, wurde die Dauer lediglich etwas verkürzt.

Die EU und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fordern Nawalnys Freilassung. Erst im Januar war er von seiner Behandlung in Deutschland aus nach Russland zurückgekehrt. Die Bilder von seiner Festnahme am Flughafen in Moskau, aufgenommen von Unterstützern, gingen um die Welt und führten zu Protesten. In Deutschland hatte sich Nawalny nach einem in Russland durchgeführte Giftanschlag behandeln lassen. Er unterstellt dem Kreml, Drahtzieher des Attentats zu sein.

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