Uni­on: SPD-Vor­stoß für bes­se­ren Mie­ter­schutz kritisiert

Wohnungsklingel - HauswandFoto: Sicht auf eine Klingel, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Mie­ter mit staat­li­chen Ein­grif­fen vor infla­ti­ons­be­ding­ten Miet­erhö­hun­gen zu schüt­zen, sto­ßen in der Uni­on auf deut­li­che Kritik.

„Ent­eig­nun­gen schaf­fen kei­nen Wohn­raum – im Gegen­teil: Die Dro­hung mit Ver­staat­li­chung ver­hin­dert Inves­ti­tio­nen”, sag­te die Bun­des­vor­sit­zen­de der Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­uni­on, Git­ta Con­ne­mann, dem „Han­dels­blatt”. Füh­ren­de SPD-Poli­ti­ker hat­ten zuvor den größ­ten deut­schen Immo­bi­li­en­kon­zern Vono­via scharf für die Ankün­di­gung kri­ti­siert, wegen der hohen Infla­ti­on die Mie­ten zu erhöhen.

Der Staat müs­se ein­grei­fen, wenn der Markt erheb­lich im Ungleich­ge­wicht sei: „Ein tem­po­rä­rer Mie­ten­stopp, ein kom­mu­na­les Vor­kaufs­recht und eine Ent­pri­va­ti­sie­rung von Immo­bi­li­en­kon­zer­nen sind dafür not­wen­di­ge und geeig­ne­te Mit­tel, die jetzt gebo­ten sind”, sag­te der Co-Vor­sit­zen­de des Forums Demo­kra­ti­sche Lin­ke in der SPD, Sebas­ti­an Roloff, dem „Han­dels­blatt”.

Con­ne­mann beton­te, Ver­mie­tung dür­fe nicht Ver­lust­ge­schäft wer­den, weil sich sonst die Situa­ti­on für Woh­nungs­su­chen­de eher ver­schär­fe. „Nicht Abschre­ckung, son­dern Anreiz ist das Gebot der Stun­de”. Bau­en, Ver­mie­tung und Eigen­tums­bil­dung müss­ten daher attrak­ti­ver wer­den – gera­de auch für pri­va­te Ver­mie­ter und Bau­her­ren. „Der abrup­te KfW-För­der-Stopp war des­halb verheerend”.

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