Bonn: Stadt erhält weniger AstraZeneca-Impfstoff als erwartet

Advance Purchase Agreement - Europäische Kommission - AstraZeneca - Coronavirus - Vertrag - KugelschreiberFoto: Vertrag zwischen EU und Astrazeneca, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das NRW-Gesundheitsministerium hat den 11. Erlass zur Impfung der Bevölkerung gegen Covid-19 veröffentlicht.

Ein wesentlicher Bestandteil ist, dass die Zuweisung an Impfstoff von Astrazeneca für Bonn für die aktuell laufenden Impfungen bis 28. März 2021 um 3200 Impfdosen reduziert worden ist. Von einer Verringerung der Impfstoffdosen sind alle Städte und Kreise in NRW betroffen.

Dies hat zur Folge, dass die Zahl der Impftermine in der laufenden Woche für die Berufsgruppen zum Beispiel aus Schulen und Kitas drastisch vermindert werden musste. Aufgrund der Reduzierung des zugesagten Impfstoffs mussten im Impfzentrum Bonn rund 1600 noch freie Impftermine zurückgenommen und Anfragen von Impfwilligen auf eine Warteliste gesetzt werden. Zu Absagen von gebuchten Impfterminen ist es nicht gekommen.

Die Impfungen von über 80-jährigen mit dem Impfstoff von Biontech konnten die Kapazitäten im Impfzentrum zuletzt nicht auslasten. Daher wurden die Kapazitäten in die Häuslichkeit von Pflegebedürftigen verlagert. Derzeit wird der Impfstoff von zwei mobilen Teams täglich in 30 Haushalten an Pflegebedürftige und zwei Pflegende verimpft. So konnten bisher rund 350 Personen, eingestuft in den Pflegegrad 4 oder 5 und die Bezugspersonen, immunisiert werden. Die mobilen Impfungen werden die gesamte Woche noch fortgeführt.

Neben den Personen aus den Pflegegraden 4 und 5 können sich auch weitere bettlägerige Personen bei der Bundesstadt Bonn unter pflege.impfen@bonn.de melden, die das 80. Lebensjahr vollendet haben und in der Häuslichkeit, gemeinsam mit zwei Pflegenden, geimpft werden möchten.

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