Bonn: Stadt untersucht alle Corona-Test ebenfalls auf Mutationen

Corona-Impfzentrum - Impfung - Coronavirus - Eishalle - Dezember 2020Foto: Corona-Impfzentrum in einer Eishalle im Dezember 2020, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das Gesundheitsamt der Stadt Bonn lässt ab sofort alle positiven Coronavirus-Fälle auf Mutationen untersuchen.

So soll herausgefunden werden, inwieweit sich die britische Variante, die bereits in Bonn nachgewiesen worden ist, oder gegebenenfalls weitere Mutationen durchsetzen.

Stand Montag, 15. Februar 2021, sind bisher in Bonn 41 Fälle der britischen Variante des Coronavirus aufgetreten. Der Corona-Inzidenzwert liegt bei 67,3 bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In den vergangenen sieben Tagen wurden 222 Covid-19-Neuinfektionen gemeldet.

In den Nächten zu Freitag und Samstag, 12. und 13. Februar, konnten die Corona-Zahlen nicht an das Landesgesundheitszentrum NRW übermittelt werden. Bei der Übertragung mit der entsprechenden Software trat ein Fehler auf. Die Ursache ist der Stadt Bonn nicht bekannt. Seit der Nacht zu Sonntag, 14. Februar, werden die Zahlen wieder korrekt übertragen.

Seit 28. Februar 2020 wurden insgesamt 9057 bestätigte Corona-Fälle registriert. Während 8607 Personen als wieder genesen gelten und 284 Personen aktuell infiziert sind, sind 166 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bei dem jüngsten Fall handelt es sich um eine 86-jährige Frau; Angaben zu Vorerkrankungen liegen der Stadt nicht vor. 661 Bonnerinnen und Bonner befinden sich derzeit in Quarantäne.

In der Flüchtlingsunterkunft, in der vor einigen Tagen nach einem positiven Fall zwei Großfamilien sofort außerhalb der Unterkunft untergebracht und 16 Personen positiv getestet worden waren (britische Variante), sind keine weiteren Fälle aufgetreten. Auch die zweite Testreihe sämtlicher Bewohnerinnen und Bewohner sowie aller Mitarbeitenden fiel negativ aus.

In den Bonner Krankenhäusern liegen zurzeit 84 Menschen aus Bonn und dem Umland, die an Covid-19 erkrankt sind. 58 Patientinnen und Patienten werden auf Normalstationen betreut, 26 Personen liegen auf Intensivstationen, 20 von ihnen müssen beatmet werden.

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