Köln: Ein­ge­klemm­te Per­son in Porz aus Abwas­ser­ka­nal gerettet

Feuerwehr Köln - Einsatz - Josefstraße - Abwasserkanal - Köln-PorzFoto: Einsatz der Feuerwehr Köln an der Josefstraße (Köln-Porz), Urheber: Stadt Köln

Zu einem kurio­sen Ein­satz kam es am ver­gan­ge­nen Mitt­woch im Bereich der Josef­stra­ße im Köl­ner Stadt­teil Porz.

Um 12:03 Uhr wur­de die Feu­er­wehr Köln von der Poli­zei über unkla­re Hil­fe­ru­fe aus einem Abwas­ser­ka­nal im Kreu­zungs­be­reich Bergerstraße/Josefstraße infor­miert. Umge­hend ent­sand­te die Leit­stel­le der Feu­er­wehr Köln ein Lösch­fahr­zeug der Feu­er­wa­che in Porz, sowie den Ret­tungs­dienst zur Ein­satz­stel­le. Nach einer kur­zen Erkun­dung durch die erst­ein­tref­fen­den Ein­satz­kräf­te stell­te sich vor Ort her­aus, das tat­säch­lich eine männ­li­che Per­son in einem cir­ca 5 Meter unter Stra­ße befind­li­chen Abwas­ser­ka­nal „gekrab­belt” war.

Per­son ist im Abwas­ser­ka­nal 10 Meter tief steckengeblieben:

Nach rund 10 Metern ist die Per­son in dem Abwas­ser­rohr mit einem Durch­mes­ser von 40 Zen­ti­me­ter ste­cken geblie­ben und hat­te sich mit Hil­fe­ru­fen bemerk­bar gemacht. Umge­hend wur­den wei­te­re Ein­satz­kräf­te zur Ein­satz­stel­le nach­ge­for­dert. Zusätz­lich zu einer Dreh­lei­ter mit einem Fest­punkt zur Ret­tung aus tie­fer­lie­gen­den Schäch­ten, kamen auch Spe­zi­al­ein­hei­ten der Berufs- als auch der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr zum Ein­satz­ort. Wei­ter­hin wur­de der Füh­rungs­dienst der Feu­er­wehr Köln zur Ein­satz­stel­le ent­sandt. So kam die Lösch­grup­pe Dünn­wald der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Köln mit der Spe­zi­al­tech­nik zum Orten von ver­schüt­te­ten Per­so­nen zum Ein­satz. Auch die Höhen­ret­ter der Berufs­feu­er­wehr Köln, wel­che eben­falls für die Ret­tung aus tie­fen Schäch­ten aus­ge­bil­det sind, kamen zum Ein­satz. Der eigent­li­che Ver­lauf der Per­so­nen­ret­tung ver­lief eben­falls extrem spek­ta­ku­lär. Umge­hend mit dem Ein­tref­fen der ers­ten Ein­satz­kräf­te wur­de der Abwas­ser­ka­nal mit einem Dicht­kis­sen der Feu­er­wehr abge­dich­tet. Dar­über hin­aus wur­den die direk­ten Anlie­ger auf­ge­for­dert jeg­li­che Abwas­ser­ein­lei­tung in den Kanal zu stop­pen. Par­al­lel dazu wur­den Mes­sun­gen im Abwas­ser­ka­nal auf eine aus­rei­chen­de Sauer­stoff­kon­zen­tra­ti­on im Schacht bezie­hungs­wei­se im Kanal­be­reich durchgeführt.

Geret­te­te Per­son wur­de mit einer Fuß­schlin­ge herausgeholt:

In einer gemein­sa­men Ein­satz­kräf­te­be­spre­chung erklär­te sich spon­tan ein Mit­ar­bei­ter der Feu­er­wa­che Porz bereit, an den Füßen durch die Höhen­ret­ter gesi­chert, eben­falls in die­ses Abwas­ser­rohr zu „krie­chen” um dem Ein­ge­klemm­ten eine Band­sch­lin­ge um die Füße zu legen. So konn­te der gesi­cher­te Berufs­feu­er­wehr­mann die rund 10 Meter in dem extrem engen Abwas­ser­rohr zum Ein­ge­klemm­ten vor­drin­gen. Sowohl der Berufs­feu­er­wehr­mann als auch die ein­ge­klemm­te Per­son konn­ten im Anschluss mit der Unter­stüt­zung der Höhen­ret­tungs­grup­pe und einer elek­tri­schen Seil­win­de die rund 10 Meter aus dem Abwas­ser­ka­nal zurück­ge­zo­gen werden.

Gefal­le­ne Per­son wur­de leicht ver­letzt und ins Kran­ken­haus gebracht:

Für den letz­ten Teil der Ret­tungs­ak­ti­on wur­de dann noch die Dreh­lei­ter ein­ge­setzt, um die Per­son mit einem Ret­tungs­ge­schirr aus dem 5 Meter tie­fen Kanal­schacht an die Ober­flä­che zu trans­por­tie­ren. Die ein­ge­klemm­te Per­son wur­de ver­letzt, aber wohl­auf durch den Ret­tungs­dienst in ein Kran­ken­haus der Maxi­mal­ver­sor­gung trans­por­tiert. Wie die jun­ge männ­li­che Per­son über­haupt in den Kanal ein­stei­gen und ein­ge­klemmt wer­den konn­te, ist aktu­ell Bestand­teil der poli­zei­li­chen Ermitt­lun­gen zu die­sem Einsatz.

Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst waren am Ein­satz beteiligt:

An der Ein­satz­stel­le waren die Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wa­che Porz, Ehren­feld und Mari­en­burg sowie die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr aus Dünn­wald tätig. Zusätz­lich war der Ret­tungs­dienst mit zwei Ret­tungs­wa­gen, einem Not­arzt und zusätz­lich der lei­ten­den Not­ärz­tin vor Ort.  Alle Ein­satz­kräf­te waren sich einig, dass ins­be­son­de­re das beson­de­re muti­ge Ver­hal­ten des „schma­len” Por­zer Berufs­feu­er­wehr­man­nes zur schnel­len Ret­tung der ein­ge­klemm­ten Per­son bei­getra­gen hat.

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