Köln: Falscher Polizist am Telefon erbeutet mehrere tausende Euros

Senioren - Junge Erwachsene - Menschen - Öffentlichkeit - draußenFoto: Senioren und junge Erwachsen ein der Öffentlichkeit, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Am Samstagnachmittag haben Trickbetrüger erneut eine Frau in der Kölner Innenstadt um ihre Ersparnisse gebracht.

Auf Anraten eines angeblichen Kommissars hob die 54-Jährige mehrere Tausend Euro Bargeld ab und übergab dieses vor ihrem Wohnhaus in der Merowingerstraße an einen Taxifahrer. Ob der Abholer ein Komplize oder ein ahnungsloser Kurier war, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

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Gegen Mittag rief der falsche Polizist die Kölnerin zu Hause an und erzählte ihr, dass ihr Name auf einem Zettel stand, der bei Kriminellen sichergestellt worden war. Sie müsse ihr Geld noch vor dem Wochenende von der Bank abholen, um es zu schützen. In einem weiteren Gespräch behauptete er, dass es sich bei dem abgehobenen Scheinen um Falschgeld handeln würde. Dieses müsse die Polizei nun sicherstellen. Der unbekannte Anrufer erschlich sich durch eine geschickte und überzeugende Gesprächsführung das Vertrauen der anfänglich misstrauischen Geschädigten.

Kommissariatsleiter Detlef Höll, in dessen Dienststelle die Betrugsmasche “Falsche Polizisten” bearbeitet wird, will Opfern die Scham nehmen, denn: “Falsche Polizisten sind in aller Regel geschulte Profis, die Stress und psychischen Druck aufbauen, bis selbst misstrauische Opfer tun, was von ihnen verlangt wird – meist im Glauben, das Richtige zu tun und der echten Polizei zu helfen.” Höll bittet daher alle Opfer von falschen Polizisten, nicht aus falscher Scham zu schweigen, sondern die echte Polizei sehr schnell zu informieren. Nur so können seine Ermittler den Kurieren, die in der Regel “nur” Geld und Schmuck abholen, das Handwerk legen und ihre Verbindungen zu den Call-Centern im Ausland nachverfolgen.

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