Köln: Feu­er­wehr­mes­sun­gen erga­ben kei­ne Gefahr nach Explosion

Rettungswagen - Schild - Feuerwehr - BlaulichtFoto: Rettungswagen der Feuerwehr mit Blaulicht

Am Diens­tag kam es zu einer fol­gen­schwe­ren Explo­si­on mit aus­ge­dehn­tem Fol­ge­brand in einer Müllverbrennungsanlage.

Die Zustän­dig­keit liegt bei der Fir­ma Cur­ren­ta als Betrei­ber des Chem­park Lever­ku­sen und der ange­schlos­sen Anla­ge. Durch das Brand­ereig­nis ent­stand eine weit­hin sicht­ba­re Rauch­säu­le, die zu Ver­un­si­che­rung auch bei der Köl­ner Bevöl­ke­rung führ­te. Im Rah­men der Gefah­ren­ab­wehr­maß­nah­men wur­de auf dem Stadt­ge­biet der Stadt Köln bereits kurz nach Ereig­nis­ein­tritt ein soge­nann­ter Mess­ein­satz eröff­net und vor­be­rei­tet. Ent­spre­chen­de Mes­sun­gen in direkt angren­zen­den Stadt­tei­len began­nen bereits um 10:40 Uhr.

In der Ein­satz­lei­tung der Feu­er­wehr Köln wur­de zeit­nah ent­schie­den, eine „Vor­sorg­li­che Infor­ma­ti­on der Bevöl­ke­rung” gemäß Warn­er­lass her­aus­zu­ge­ben. Die­ses Instru­ment wird gewählt, wenn das sub­jek­ti­ve Emp­fin­den einer Gefähr­dung in der Bevöl­ke­rung vor­lie­gen könn­te oder vor­liegt, jedoch objek­tiv eine Gefähr­dung aus­ge­schlos­sen wer­den kann.

Die Aus­brei­tung der Rauch­wol­ke bei ent­spre­chen­den Ereig­nis­sen wird durch ver­schie­de­ne Model­le dar­ge­stellt und eng­ma­schig aktua­li­siert. So wur­de auch ges­tern ver­fah­ren. Der Wind trieb die Rauch­wol­ke fort­wäh­rend in nord- und nord­öst­li­che Rich­tun­gen – weg vom Stadt­ge­biet Köln. Zu kei­nem Zeit­punkt gab es einen Ein­trag der Rauch­wol­ke auf Köl­ner Stadtgebiet.

Mes­sun­gen wur­den unter ande­rem in den Stadt­tei­len Mer­ke­nich, Flit­tard, Dünn­wald, Lan­gel und Rhein­kas­sel durch­ge­führt. In allen Berei­chen waren die Mess­ergeb­nis­se durch­weg unauf­fäl­lig, sodass weder wei­te­re Maß­nah­men mit Blick auf eine War­nung der Bevöl­ke­rung noch eine räum­li­che Aus­wei­tung des Mess­ein­sat­zes not­wen­dig waren. Der Brand war gegen 12.15 Uhr unter Kon­trol­le, und damit ver­bun­den ein deut­li­cher Rück­gang der Rauch­ent­wick­lung. Die leich­te Rauch­ent­wick­lung beschränk­te sich zu die­sem Zeit­punkt auf den direk­ten und unmit­tel­ba­ren Scha­den­ort. Der Mess­ein­satz im Stadt­ge­biet Köln durch die Feu­er­wehr Köln wur­de bis kurz nach 17:00 Uhr aufrechterhalten.

Das Lan­des­amt für Natur, Umwelt und Ver­brau­cher­schutz wur­de zustän­dig­keits­hal­ber von der Fir­ma Cur­ren­ta ange­for­dert um am Scha­den­ort wie auch in umlie­gen­den Berei­chen in eige­ner Zustän­dig­keit tätig zu wer­den. Das LANUV ent­schei­det auf Grund­la­ge ihrer Ergeb­nis­se ob eine Aus­wei­tung der Tätig­kei­ten auf wei­te­re Gebie­te not­wen­dig ist. Das LANUV wäre von sich aus in Köln tätig gewor­den, wenn Aus­wir­kun­gen auf Köln erkenn­bar oder zu befürch­ten gewe­sen wären.

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