Köln: Schlag gegen Hero­in­han­del auf dem Neumarkt

Sicherstellung von Bargeld und Drogen - Neumarkt - Mai 2021 - Polizei KölnFoto: Sicherstellung von Bargeld und Drogen vom Neumarkt (Köln-Altstadt), Urheber: Polizei Köln

In einem Ermitt­lungs­ver­fah­ren hat die Poli­zei zwei Haft­be­feh­le gegen die Haupt­be­schul­dig­ten einer ira­nisch-afgha­ni­schen Dro­gen­ban­de vollstreckt.

Dabei wur­den auch zwei mut­maß­li­che Dea­ler vor­läu­fig fest­ge­nom­men. Die Män­ner sol­len unter ande­rem Stra­ßen­ver­käu­fer vom Neu­markt mit Hero­in und Koka­in ver­sorgt haben. Die Fahn­dung nach vier wei­te­ren mit Haft­be­fehl gesuch­ten Ban­den­mit­glie­dern dau­ert an.

Bei der Durch­su­chung der acht Woh­nun­gen in der Innen­stadt beschlag­nahm­ten die mehr als 30 ein­ge­setz­ten Ermitt­le­rin­nen und Ermitt­ler cir­ca 170 Gramm Hero­in, gerin­ge Men­gen Crys­tal Meth, etwa 50.000 Euro Bar­geld sowie meh­re­re Mobil­te­le­fo­ne und Lap­tops. An dem Ein­satz gegen 06:00 Uhr war die Wup­per­ta­ler Beweis­si­che­rung- und Fest­nah­me­ein­heit betei­ligt. Beim gewalt­sa­men Öff­nen der Woh­nungs­tü­ren sowie den Fest­nah­men um kurz nach 06:00 Uhr wur­de nie­mand ver­letzt. Die Fest­ge­nom­me­nen wer­den noch heu­te einem Rich­ter zur Ver­kün­dung der Haft­be­feh­le vorgeführt.

Mehr­mo­na­ti­ge ver­deck­te Ermitt­lun­gen hat­ten eine Ermitt­lungs­grup­pe des Kri­mi­nal­kom­mis­sa­ri­ats 27 in Zusam­men­ar­beit mit Zivil­fahn­dern der Innen­stadt­wa­che auf die Spur der sechs Män­ner geführt. Die­se sol­len die Woh­nun­gen in nähe­rer Umge­bung des Neu­markts ange­mie­tet und von dort aus den Dro­gen­han­del orga­ni­siert haben. Die Woh­nun­gen sol­len als „Dro­gen­bun­ker” und Rück­zugs­raum für Lie­fe­ran­ten und Dea­ler gedient haben. Nach ers­ten Fest­nah­men und Sicher­stel­lun­gen war es den Fahn­dern gelun­gen, die Woh­nun­gen zu ermit­teln, von wo aus der Dro­gen­han­del orga­ni­siert wurde.

In 2020 hat die Poli­zei auf dem Neu­markt mehr als 300 Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz regis­triert. Er ist einer von sie­ben Kri­mi­na­li­täts­brenn­punk­ten und steht als Platz mit beson­de­rem Hand­lungs­be­darf im Fokus von Stadt, Poli­zei und Netzwerkpartnern.

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