Köln: Umwelt- und Verbraucherschutzamt warnt vor Tierkäufen

Hunde - Sicherstellung - Zwinger - Ordnungsamt - November 2020 - Köln-NippesFoto: Hundesicherstellung am 04. Oktober 2020 (Köln-Nippes), Urheber: Stadt Köln

Im Zusammenhang mit illegalem Welpenhandel sind in den vergangenen acht Wochen allein in Köln rund ein Dutzend Anzeigen eingegangen.

Alle Welpen im Zusammenhang mit diesen Anzeigen verstarben innerhalb kürzester Zeit nach dem Kauf qualvoll. Den Käufern wurde ein vermeintlich gesundes Tier verkauft. Daher warnt das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln ausdrücklich vor dem Kauf von Welpen oder anderen Tieren, die auf Internetplattformen angeboten werden.

Die Erfahrungen der Veterinäre zeigen, dass einige Hinweise auf illegalen Welpenhandel hindeuten können:

  • Verkaufsanzeigen über Internetplattformen
  • Treffpunkt und Übergabe der Tiere an öffentlichen Orten (Parkplätze, Parkanlagen), aber auch Straßenverkauf trotz vorher angegebener Adresse
  • Verkauf ohne Sichtung von Muttertier und Wurfgeschwistern
  • Es wird angeboten, die Welpen direkt beim Käufer vorbei zu bringen
  • Augenscheinlich schlechter Gesundheits- und/oder Pflegezustand der Welpen.Anzeichen: Mattigkeit, Appetitlosigkeit, verklebtes Fell und/oder Geruch nach Urin oder Kot, ängstliches Verhalten
  • Fehlende Impfausweise oder ausländische Impfausweise
  • Fehlende Kennzeichnung der Tiere (Chipnummer)

Die meisten Welpen stammen vermutlich aus osteuropäischen Massenzuchten, wo sie unter erbarmungswürdigen Bedingungen gehalten werden. Die Hundewelpen werden teilweise schon nach vier bis fünf Wochen vom Muttertier getrennt und nach Deutschland gebracht. Sie sind überwiegend mit der meist tödlich verlaufenden und nicht behandelbaren Krankheit Parvovirose infiziert. Durch die unzulässige und frühzeitige Trennung vom Muttertier kommt die Krankheit zum Ausbruch. Der schlechte Gesundheitszustand der Welpen wird durch die Gabe von Medikamenten verschleiert.

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