Köln: Zoll bekämpft Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

Zoll - Behörde - Beamten - Dienstkleidung - Frau - Mann - ÖffentlichkeitFoto: Zollbeamte auf einer Baustelle, Urheber: Hauptzollamt Köln

Illegale Beschäftigungen, Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen und Scheinselbstständigkeit und Sozialleistungsbetrug wurden festgestellt.

So das erste Fazit des Kölner Hauptzollamts nach Kontrollen an den vergangenen drei Freitagen. Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Standorts Bonn prüften auch aufgrund anonymer Hinweise Baustellen in Bonn, Königswinter und Hennef.

„Sechs Männer aus Moldawien, Albanien und Mazedonien im Alter zwischen 23 und 35 Jahren konnten keinen erforderlichen Aufenthaltstitel vorlegen. Zwei von ihnen versuchten zu Beginn der Kontrolle zu flüchten und einer hatte sich im Keller des Rohbaus versteckt“, so Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.

Über die weiteren aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen entscheidet jetzt die zuständige Ausländerbehörde, nachdem die illegal beschäftigten Arbeiter teilweise erkennungsdienstlich behandelt und mit Dolmetschern vernommen wurden. Die weiteren Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit konzentrieren sich nun auf die Ar-beitgeber der Männer.

„Hinter dem Begriff illegale Beschäftigung steckt die knallharte Ausbeutung von Menschen zu Hungerlöhnen. Wir wollen in erster Linie die Profiteure solcher Machenschaften zur Rechenschaft ziehen“, so Ahland weiter.

Insgesamt wurden auf den drei Baustellen 20 Personen von 11 angetroffenen Firmen zu ihrer Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit befragt. Darunter auch ein 50-jähriger Deutscher, der bei Malerarbeiten angetroffen wurde. Er war nicht zur Sozialversicherung gemeldet und bezog zudem Sozialleistungen. Bei einem 29-jährigen Rumänen, der bei Verputzerarbeiten angetroffen wurde, gibt es konkrete Anhaltspunkte für Scheinselbstständigkeit.

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