Köln: Impf­arzt kri­ti­siert Sti­ko-Emp­feh­lung zur Kreuzimpfung

Jens Georg Spahn - Bundesgesundheitsminister - Impfung - Astrazeneca - Hausarzt - Mai 2021 - BerlinFoto: Jens Spahn bei seiner Astrazeneca-Impfung (Berlin), Urheber: Bundesministerium für Gesundheit

Der Lei­ter des Impf­zen­trums Köln hat die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on wegen ihrer über­ra­schen­den Emp­feh­lung zum Kreuz­imp­fen kritisiert.

„Nun sit­zen Impf­zen­tren und Pra­xen auf Tau­sen­den Impf­do­sen von Astra­ze­ne­ca, die sie ger­ne zurück­ge­ben wür­den oder ansons­ten ver­nich­ten müss­ten”, sag­te Jür­gen Zastrow der „Rhei­ni­schen Post” (Mitt­woch­aus­ga­be). Die Sti­ko habe der deut­schen Impf­kam­pa­gne erneut gescha­det. „Nichts war vor­be­rei­tet, nichts wur­de kom­mu­ni­ziert, da wur­den Ärz­te und Bür­ger allei­ne gelas­sen – schlech­ter hät­te man es nicht machen kön­nen. Die Sti­ko kennt das Leben nicht und ver­gräbt sich in ihrem Elfenbeinturm”.

Der Impf­arzt for­der­te die Sti­ko auf, die Ein­schrän­kung beim Kin­der-Imp­fen zu über­den­ken: „Wenn die Schü­ler im neu­en Schul­jahr Prä­senz­un­ter­richt haben und die Stu­die­ren­den end­lich wie­der in die Hör­sä­le kom­men sol­len, muss die Impf­quo­te gera­de bei jun­gen Men­schen hoch­ge­hen.” Die Euro­päi­sche Arz­nei­mit­tel­agen­tur EMA habe den Bio­n­tech-Impf­stoff für alle Kin­der ab zwölf zuge­las­sen. „Ich rate Eltern, ihre Kin­dern damit imp­fen zu las­sen – auch ab zwölf Jahren”.

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