NRW: Auf­klä­rung des Poli­zei­skan­dals laut Her­bert Reul mühsam

Polizei - Einsatzstreife - Polizeiwagen - Auto - Einsatzfahrzeug - Streife - Straße - PersonenFoto: Polizeistreife im Einsatz, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der nord­rhein-west­fä­li­sche Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul hat sich ange­sichts des Skan­dals um recht­ex­tre­mis­ti­sche Chat­grup­pen in der Lan­des­po­li­zei besorgt gezeigt.

„Die Lage ist ange­spannt”, sag­te er dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Don­ners­tag­aus­ga­ben). „Mich bedrückt die Debat­te”. Er sei scho­ckiert, über­rascht und beun­ru­higt. „Ich dach­te, wir wären mit dem The­ma durch in Deutsch­land.” Die Auf­klä­rung wer­de „müh­sam und lang­wie­rig” wer­den. „Es gibt kei­ne schnel­le Lösung.” Denk­bar sei, dass sich rechts­ex­tre­mis­ti­sches Gedan­ken­gut im Dienst ent­wi­cke­le. „Wenn jemand im Dienst immer mit den­sel­ben kri­mi­nel­len Grup­pen und den Pro­ble­men die­ser Welt kon­fron­tiert ist, ohne dass sich etwas ändert, dann kann das zu Ent­täu­schung und Radi­ka­li­sie­rung füh­ren.” Im Ein­zel­fall kön­ne des­halb die Rota­ti­on von Beam­ten eine Lösung sein. Eine Stu­die zu Ras­sis­mus in der Poli­zei „hilft mir jeden­falls nicht wei­ter”, so Reul. „Vor allem brau­chen wir eine Kul­tur des Hin­gu­ckens, am bes­ten von unten nach oben. Den Poli­zis­ten muss klar sein: Ich habe nicht nur einen Job, son­dern einen Auf­trag”, sag­te der CDU-Politiker.

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