NRW: Bereits 14.700 Kin­der aus der Ukrai­ne an Schulen

Flüchtlinge - Ukraine - Hauptbahnhof - Februar 2022 - AnlaufstelleFoto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Zahl der aus der Ukrai­ne geflüch­te­ten Kin­der und Jugend­li­chen, die an den öffent­li­chen Schu­len unter­rich­tet wer­den, ist auf 14.700 gestiegen.

In der Woche vor den Oster­fe­ri­en waren es noch 8.753 Schü­le­rin­nen und Schü­ler (Stich­tag: 6. April). Das geht aus der aktu­el­len Umfra­ge zu den neu zuge­wan­der­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern her­vor, die das Minis­te­ri­um für Schu­le und Bil­dung seit Ende März 2022 wöchent­lich durchführt.

Das Minis­te­ri­um für Schu­le und Bil­dung hat gemein­sam mit den Schu­len und den Kom­mu­nen ein umfas­sen­des Rah­men­kon­zept erar­bei­tet. Dar­in ist fest­ge­legt, wie der Unter­richt für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus der Ukrai­ne in Nord­rhein-West­fa­len gestal­tet und bei Bedarf fle­xi­bel orga­ni­siert wer­den kann. Unter­stüt­zung vor Ort bie­tet zudem die Bera­tung durch die Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren, die unter ande­rem von der Lan­des­stel­le für Schu­li­sche Inte­gra­ti­on (LaSI) beglei­tet werden.

Zur Sicher­stel­lung der Unter­richts­ver­sor­gung von geflüch­te­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern aus der Ukrai­ne sind bereits 867 zusätz­li­che Stel­len für das Schul­jahr 2021/22 zuge­wie­sen wor­den. Für das kom­men­de Schul­jahr wer­den ins­ge­samt 1.052 Stel­len bereit­ge­stellt. Die finan­zi­el­len Res­sour­cen für die­se Stel­len ist sicher­ge­stellt, so dass Ein­stel­lun­gen hier­für garan­tiert erfol­gen können.

Das Minis­te­ri­um für Schu­le und Bil­dung ver­folgt das Ziel, die per­so­nel­len und orga­ni­sa­to­ri­schen Res­sour­cen der Schu­len zu stär­ken, um auch für die schul­pflich­ti­gen zuge­wan­der­ten Kin­der und Jugend­li­chen Bil­dungs­bio­gra­phien erfolg­reich zu gestalten.

Der­zeit lau­fen im Minis­te­ri­um für Schu­le und Bil­dung bereits die Pla­nun­gen für eine Aus­wei­tung des Ange­bots Her­kunfts­sprach­li­chen Unter­richts „Ukrai­nisch”. Zudem erfol­gen bereits Stel­len­aus­schrei­bun­gen der Bezirks­re­gie­run­gen, auf die sich ukrai­nisch­spra­chi­ge Lehr­kräf­te bewer­ben können.

Schon jetzt ver­fügt das Land über eine bun­des­weit ein­zig­ar­ti­ge Viel­falt von bereits bestehen­den Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten, die nun genutzt wer­den: Bereits jetzt wer­den durch das Minis­te­ri­um für Schu­le und Bil­dung mehr als 5.000 Stel­len für die Inte­gra­ti­on zur Ver­fü­gung gestellt. Die­ser Bereich wird nun so finan­zi­ell ver­stärkt, dass auch dem Bedarf nach einer zusätz­li­chen Ver­stär­kung durch Aus­hilfs­kräf­te ent­spro­chen wer­den kann. Zudem wer­den die fle­xi­blen Mit­tel für Ver­tre­tungs­un­ter­richt in Höhe von rund 60 Mil­lio­nen Euro kurz­fris­tig um wei­te­re 3,5 Mil­lio­nen Euro erhöht.

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