NRW: Drei Millionen Euro für Antidiskriminierungsberatung

Flüchtlinge - Zelte - Kleidung - Zäune - BalkanrouteFoto: Flüchtlinge auf der Balkanroute, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Landesregierung macht sich für gesellschaftliche Vielfalt und ein weltoffenes Land stark.

Wichtige Partner dabei sind die Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit, die konkrete Hilfe für Betroffene anbieten. Dazu zählen die Beratung, Unterstützung und Begleitung mit einem besonderen Fokus auf rassistischer Diskriminierung und Antisemitismus. Das Integrationsministerium investiert drei Millionen Euro in den Ausbau der Einrichtungen und schafft dadurch weitere 29 Beratungsstellen im Land. Mit dann insgesamt 42 Servicestellen verfügt Nordrhein-Westfalen zukünftig über die bundesweit größte Beratungsstruktur in der Antidiskriminierungsarbeit.

„Diskriminierung, Hass und Hetze haben in Nordrhein-Westfalen keinen Platz. Der massive Ausbau der Beratungsstellen ist ein starkes Zeichen, dass wir Betroffenen zur Seite stehen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nicht dulden. Mit dem vergrößerten Angebot ermöglichen wir eine niedrigschwellige und möglichst wohnortnahe Unterstützung. Auch in Zukunft soll Nordrhein-Westfalen bundesweit Maßstäbe bei der Antidiskriminierungsarbeit setzen. Dazu zählt auch die Erprobung digitaler Beratungsmodelle, die insbesondere seit der Pandemieeinen einen besonderen Stellenwert haben“, erklärte Integrationsminister Joachim Stamp.

Der Ausbau der Antidiskriminierungsarbeit kommt neben den Betroffenen auch Einrichtungen und Institutionen zugute. Auch sie können sich durch die Fachkräfte zu Antidiskriminierungsmaßnahmen beraten lassen. Dazu zählen beispielsweise ein rassismuskritischer Sprachgebrauch oder der wertschätzende Umgang mit Vielfalt. „Es ist wichtig, dass sich Unternehmen und Organisationen diskriminierungssensibel ausrichten, denn nicht jede Diskriminierung wird auf den ersten Blick auch als solche erkannt. Mit dem breiten Angebot können Einrichtungen und Institution hier einen großen Schritt vorankommen“, erklärte Integrationsstaatssekretärin Serap Güler.

Die Beratungsstellen und die Integrationsagenturen werden über ein gemeinsames Programm in Trägerschaft der Freien Wohlfahrtspflege gefördert. Die Antidiskriminierungsarbeit soll perspektivisch weiter professionalisiert werden, so dass weitere Akteure von der Arbeit der Integrationsagenturen profitieren.

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