NRW: Oppo­si­ti­on gegen kom­plet­te Absa­ge des Karnevals

Mann - Straße - Anzug - Verkleidung - KarnevalFoto: Mann mit Verkleidung beim Straßenkarneval, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Oppo­si­ti­on im Düs­sel­dor­fer Land­tag hat sich gegen eine voll­stän­di­ge Absa­ge des Kar­ne­vals ausgesprochen.

„Klas­si­sche Kar­ne­vals­sit­zun­gen in geschlos­se­nen Räu­men kann ich mir bei den augen­blick­li­chen Infek­ti­ons­zah­len beim bes­ten Wil­len nicht vor­stel­len. Anders sieht es dage­gen beim Stra­ßen­kar­ne­val aus”, sag­te SPD-Frak­ti­ons­chef Tho­mas Kutscha­ty der „Rhei­ni­schen Post”. An der fri­schen Luft, mit kla­ren Auf­la­gen und guten Kon­zep­ten soll­te das ein oder ande­re durch­aus mög­lich sein, „wenn die Infek­ti­ons­zah­len das Anfang nächs­ten Jah­res hergeben”.

Nir­gend­wo pas­se die Mas­ke so gut hin wie in den Stra­ßen­kar­ne­val. „Das ist seit Jahr­hun­der­ten Tra­di­ti­on. Aber den Kar­ne­val ins­ge­samt kann man nicht ein­fach absa­gen – das ist für vie­le Men­schen wie Weih­nach­ten”, so Kutscha­ty. Ähn­lich äußer­te sich Ste­fan Engst­feld, Grü­nen-Abge­ord­ne­ter im Land­tag und Ober­bür­ger­meis­ter-Kan­di­dat in Düs­sel­dorf: Natür­lich dür­fe man kein Risi­ko ein­ge­hen – aber Kar­ne­va­lis­ten sei­en sehr krea­tiv. „Statt über eine Total­ab­sa­ge zu dis­ku­tie­ren, soll­ten des­halb zunächst inno­va­ti­ve Hygie­nekon­zep­te, neue Ver­an­stal­tungs­or­te und noch nie dage­we­se­ne Ver­an­stal­tungs­for­men geprüft werden”.

Und auch digi­tal sei mitt­ler­wei­le eini­ges mög­lich. „Bereits in die­sem Som­mer haben wir viel Neu­es gese­hen – von der Prin­zen­paar­vor­stel­lung im Auto­ki­no über Kon­zer­te im Pop-Up-Bier­gar­ten bis zu Come­dy­auf­trit­ten mit Besu­chern in Strand­kör­ben”, füg­te Engst­feld hinzu.

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