NRW: Sozia­le Bera­tung für Geflüch­te­te wird ausgeweitet

Flüchtlinge - Balkanroute - Bettlaken - Germany help - Menschen Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Nord­rhein-West­fa­len steht zu sei­ner huma­ni­tä­ren Ver­ant­wor­tung, Men­schen, die bei uns Zuflucht vor Krieg, Gewalt, Ter­ror und Ver­fol­gung suchen, Schutz zu gewähren.

Die­se Men­schen haben oft eine trau­ma­ti­sie­ren­de Flucht­er­fah­rung und benö­ti­gen sozia­le Bera­tung. Das Minis­te­ri­um für Flucht und Inte­gra­ti­on wei­tet die­ses Ange­bot nun aus. Wie bereits in den regu­lä­ren Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen und in den Zen­tra­len Unter­brin­gungs­ein­rich­tun­gen ermög­licht die Lan­des­re­gie­rung nun auch in den Not­un­ter­künf­ten die Ein­rich­tung von Bera­tungs­stel­len für Geflüch­te­te. Hier­für wer­den ab sofort freie Trä­ger und Orga­ni­sa­tio­nen gesucht, die eine unab­hän­gi­ge sozia­le Bera­tung über­neh­men. Das Minis­te­ri­um für Flucht und Inte­gra­ti­on hat einen ent­spre­chen­den För­der­auf­ruf hier veröffentlicht.

Kon­kret kön­nen aktu­ell bis zu 29 Stel­len in der Asyl­ver­fah­rens­be­ra­tung und 14 Stel­len in der psy­cho­so­zia­len Erst­be­ra­tung geför­dert wer­den. Hin­zu kommt für jede Not­un­ter­kunft eine hal­be Stel­le für die unab­hän­gi­ge Beschwer­de­be­ra­tung. Das Land Nord­rhein-West­fa­len betreibt für die Unter­brin­gung von Geflüch­te­ten aktu­ell fünf Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen, 27 Zen­tra­le Unter­brin­gungs­ein­rich­tun­gen und 13 Not­un­ter­künf­te. Das Land stellt damit ins­ge­samt 30.360 Plät­ze zur Unter­brin­gung von Asyl­su­chen­den sowie von Kriegs­ge­flüch­te­ten aus der Ukrai­ne zur Ver­fü­gung. Damit ent­las­tet die Lan­des­re­gie­rung die Kom­mu­nen bei der Auf­nah­me von Geflüch­te­ten. Die Lan­des­un­ter­künf­te die­nen damit als wich­ti­ges Dreh­kreuz bei der Ver­tei­lung der Men­schen, die zu uns fliehen.