Poli­tik: Lau­ter­bach will Null-Pro­mil­le-Gren­ze für E‑S­coo­ter-Fah­rer

E-Scooter - Bird - Stromkasten - Apotheke - MünchenFoto: E-Scooter von Bird im öffentlichen Raum, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on hat eine Null-Pro­mil­le-Gren­ze für E‑S­coo­ter-Fah­rer ins Gespräch gebracht.

Die der­zeit gel­ten­den Pro­mil­le­gren­zen reich­ten ange­sichts der rasant stei­gen­den Unfall­zah­len nicht aus, sag­te Lau­ter­bach den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mitt­wochs­aus­ga­ben). Für E‑Scooter sol­le man „eine Null-Pro­mil­le-Gren­ze prü­fen”, so der SPD-Gesund­heits­ex­per­te weiter.

Der­zeit gel­ten die übli­chen Pro­mil­le­gren­zen wie für Auto­fah­rer. Die Gewerk­schaft der Poli­zei (GdP) ver­langt eben­falls stren­ge­re Vor­ga­ben. „Bei den E‑Scootern hat die Poli­tik ent­schei­den­de Sicher­heits­stan­dards ver­ges­sen”, sag­te der GdP-Bun­des­vor­sit­zen­de Oli­ver Mal­chow. E‑Scooter müss­ten etwa drin­gend mit Blin­kern aus­ge­stat­tet wer­den. Sie soll­ten genau­so ver­kehrs­si­cher sein wie Motor­rol­ler oder Mopeds. „Die Poli­tik soll­te die Her­stel­ler schleu­nigst zu Nach­rüs­tun­gen ver­pflich­ten”, so Mal­chow weiter.

Dage­gen rief die rhein­land-pfäl­zi­sche Minis­ter­prä­si­den­tin und kom­mis­sa­ri­sche SPD-Vor­sit­zen­de, Malu Drey­er, dazu auf, den E‑Scootern eine Chan­ce zu geben. „Städ­te wie das israe­li­sche Tel Aviv zei­gen, dass es funk­tio­nie­ren kann”, sag­te Drey­er den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe. Es gebe zum einen „gesetz­li­che Rege­lun­gen und zum ande­ren die Mög­lich­keit, dass die Städ­te mit den Ver­leih­fir­men ver­bind­li­che Ver­ein­ba­run­gen abschlie­ßen, wann und wo die Rol­ler ver­mie­tet und benutzt wer­den dür­fen. Das muss sich jetzt ein­spie­len”, so die rhein­land-pfäl­zi­sche Minis­ter­prä­si­den­tin weiter.

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