Aldi: Unter­neh­men besorgt sich mehr Bioprodukte

ALDI Süd - Filiale - Parkplatz - Robert-Perthel-Straße - Köln-BilderstöckchenFoto: ALDI Süd-Filiale auf der Robert-Perthel-Straße (Köln-Bilderstöckchen)

Aldi Süd wird ab dem kom­men­den Jahr mit dem Bio-Ver­bund Natur­land zusammenarbeiten.

Das sag­te der Deutsch­land-Chef des Dis­coun­ters, Ste­fan Kopp, der „Welt am Sonn­tag”. „Wir sind in sehr guten Gesprä­chen mit Natur­land und freu­en uns, die ers­ten zer­ti­fi­zier­ten Pro­duk­te von Natur­land nächs­tes Jahr anbie­ten zu kön­nen”. Mit dem Schritt baut Aldi Süd das Bio­an­ge­bot wei­ter aus. Der Kon­kur­rent Lidl koope­riert bereits seit 2019 mit dem Bio­ver­band Bio­land. Für Aldi Süd sei der Aus­bau sol­cher Ange­bo­te stra­te­gisch bedeut­sam, sag­te Kopp: „Für uns in Deutsch­land war in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wich­tig, dass wir uns bes­ser struk­tu­rie­ren. Wir muss­ten die Filia­len auf einen ordent­li­chen Stand mit einer guten Ein­kaufs­at­mo­sphä­re brin­gen – und ein Sor­ti­ment, das fokus­siert ist, aber rele­vant. Des­halb haben wir nun meh­re­re Hun­dert Bio‑, vega­ne und regio­na­le Produkte”.

Der Mana­ger unter­strich, Aldi Süd sei ein glaub­wür­di­ger Anbie­ter von Bio­pro­duk­ten. „Wir bau­en unse­re Bio­stra­te­gie kon­ti­nu­ier­lich seit 18 Jah­ren aus und erfül­len selbst­re­dend alle Bio­stan­dards”, sag­te er. Dabei setz­te er sich ver­bal von den Super­markt­ket­ten Ede­ka und Rewe ab, die in den ver­gan­ge­nen Mona­ten öffent­lich mit Lie­fe­ran­ten gestrit­ten hat­ten. „Wir haben her­aus­for­dern­de Zei­ten. Die Gesell­schaft muss zusam­men­hal­ten. Da bringt es gar nichts, sich gegen­sei­tig zu beschul­di­gen. Die Lie­fe­ran­ten haben mit uns teil­wei­se seit Jahr­zehn­ten zusam­men­ge­ar­bei­tet, sind mit uns gewach­sen, sind aber auch mal in Vor­la­ge gegan­gen für uns”, sag­te Kopp. Aktu­ell ste­cke Aldi Süd zurück. „Sie mögen es nicht glau­ben, aber wir ver­zich­ten von unse­rer Sei­te aus die­ses Jahr bewusst auf Mar­ge, um Preis­stei­ge­run­gen abzu­fe­dern, also güns­ti­ge Lebens­mit­tel anzu­bie­ten, und gleich­zei­tig die Lie­fe­ran­ten zu unter­stüt­zen”, sag­te er.

In Kür­ze könn­te Aldi Süd zudem auch Lebens­mit­tel in Deutsch­land lie­fern. Das Unter­neh­men samm­le der­zeit im Aus­land Erfah­run­gen mit der Lie­fe­rung von Lebens­mit­teln per App. „In den USA, Eng­land und der Schweiz lau­fen Tests. Viel­leicht brin­gen wir auch einen Test nach Deutsch­land”, kün­dig­te Kopp an. Es sei jedoch noch nichts beschlos­sen. Dabei sei „eine von vie­len Mög­lich­kei­ten”, dass Aldi Süd selbst die Lie­fer­struk­tur auf­baue, statt wie etwa der Rewe-Dis­coun­ter Pen­ny mit bestehen­den Lie­fer­diens­ten zu arbei­ten. Kopp sag­te: „Wir haben gern die Kon­trol­le – wie bei den Eigen­mar­ken. Das ist etwas mehr Arbeit, aber dafür haben wir die Qua­li­tät selbst in der Hand”.

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