BDI: Ein­stel­li­ge Zahl deut­scher Kon­zer­ne von Steu­er­re­form betroffen

Haus der Deutschen Wirtschaft - Spitzenorganisation - BDA - BDI - DIHK - BerlinFoto: Haus der Deutschen Wirtschaft (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die geplan­te Ein­füh­rung einer glo­ba­len Digi­tal­steu­er wird nur weni­ge deut­sche Unter­neh­men treffen.

Dies geht aus einer Ana­ly­se des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Indus­trie her­vor, über die das „Han­dels­blatt” (Don­ners­tag­aus­ga­be) berich­tet. „Es ist zu erwar­ten, dass die Zahl der Unter­neh­men im unte­ren ein­stel­li­gen Bereich liegt”, sag­te BDI-Steu­er­ex­per­tin Moni­ka Wün­ne­mann der Zei­tung. „Das ist gut so, denn der büro­kra­ti­sche Auf­wand auf­grund der Auf­la­gen ist enorm”.

Der­zeit wird im Rah­men der OECD und der G20 über die Ein­füh­rung einer glo­ba­len Min­dest­steu­er und einer welt­wei­ten Digi­tal­steu­er ver­han­delt. Unter die neue Digi­tal­steu­er sol­len nach der­zei­ti­gen Plä­nen nur Unter­neh­men fal­len, die min­des­tens 20 Mil­li­ar­den Euro Umsatz im Jahr machen und eine Pro­fi­ta­bi­li­tät von min­des­tens zehn Pro­zent auf­wei­sen. Die­ses Kri­te­ri­um erfül­len in Deutsch­land nur sehr weni­ge Kon­zer­ne, zitiert das Blatt aus Wirtschaftskreisen.

Anders sieht es beim zwei­ten Teil der geplan­ten Reform, der glo­ba­len Min­desteu­er von 15 Pro­zent, aus. Die­se soll auf Unter­neh­men mit einem Umsatz von über 750 Mil­lio­nen Euro ange­wen­det wer­den. Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt erfül­len die­ses Kri­te­ri­um in Deutsch­land 827 Unter­neh­men. Unklar ist jedoch, wie vie­le deut­sche Unter­neh­men von der Mög­lich­keit Gebrauch machen, durch das Ver­schie­ben von Gewin­nen in Nied­rig­steu­er­län­der ihre Steu­er­last zu drücken.

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