Ber­lin: Bund redu­ziert mas­siv Impf­stoff-Lie­fe­run­gen an Hausärzte

Bundesministerium für Gesundheit - Bundesgesundheitsministerium - Schild - Gebäude - BerlinFoto: Bundesgesundheitsministerium (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um hat die Lie­fe­rung von Coro­na-Impf­stoff an die Haus­ärz­te auf Wunsch der Län­der mas­siv reduziert.

Das geht aus einem neu­en Lie­fer­plan her­vor, den das Haus von Jens Spahn an die Län­der geschickt hat und über den das Wirt­schafts­ma­ga­zin „Busi­ness Insi­der” berich­tet. Dem­nach sol­len in der 16. Kalen­der­wo­che (19. April 2021 bis 25. April 2021) 463.320 Bio­n­tech-Dosen und 568.000 Astra­ze­ne­ca-Dosen in die Pra­xen kom­men, ins­ge­samt also 1.031.320.

Als Bund und Län­der vor knapp vier Wochen die Auf­tei­lung der Impf­stoff­do­sen im April beschlos­sen hat­ten, hät­ten laut der dama­li­gen inter­nen Unter­la­gen aber in der 16. Kalen­der­wo­che rund 1,7 Mil­lio­nen Dosen an die Pra­xen gehen müs­sen – also rund 700.000 mehr. Und: Es soll­ten auch nur Dosen von Bio­n­tech sein. Ent­spre­chend hat­ten die Pra­xen nach Infor­ma­tio­nen von „Busi­ness Insi­der” auch bereits im Groß­han­del bestellt.

Eine Woche spä­ter sieht die Lage noch düs­te­rer aus: Dann sol­len zwar 1.153.620 Dosen Bio­n­tech und 556.800 Dosen Astra­ze­ne­ca an die Pra­xen gehen, also 1.716.270, doch eigent­lich hät­ten es ins­ge­samt 2,6 Mil­lio­nen sein müs­sen. Grund für die Redu­zie­rung: In den Impf­zen­tren dro­hen in bei­den Wochen star­ke Lie­fer­aus­fäl­le. So gibt es in der 17. Kalen­der­wo­che offen­bar fast 1,7 Mil­lio­nen Astra­ze­ne­ca-Dosen weni­ger als bis­her vom Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um geplant. Zudem rech­nen die Län­der nach wie vor auch mit weni­ger Moder­na-Dosen als gedacht.

Zum Aus­gleich haben die Län­der nun Gesund­heits­mi­nis­ter Spahn gebe­ten, Impf­stoff von den Pra­xen abzu­zwa­cken. Doch selbst damit wird der Astra­ze­ne­ca-Aus­fall nicht voll­stän­dig kompensiert.

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