Bun­des­re­gie­rung: Inte­gra­ti­on beginnt im Herkunftsland

Flüchtlinge - Migration - Personen - Migranten - StromleitungenFoto: Flüchtlinge in einer Reihe, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Bun­des­re­gie­rung will mit der Inte­gra­ti­on von Migran­ten bereits im Her­kunfts­land beginnen.

Das sieht eine Erklä­rung des Bun­des vor, die die Bun­des­re­gie­rung bei ihrer Kabi­netts­sit­zung am Mitt­woch beschlie­ßen will und über wel­che das „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Mitt­wochs­aus­ga­ben) berich­tet. Die Erklä­rung trägt den Titel „Pha­se vor der Zuwan­de­rung: Erwar­tun­gen steu­ern – Ori­en­tie­rung geben”.

Maß­geb­lich aus­ge­ar­bei­tet wur­de sie von der Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung, Annet­te Wid­mann-Mauz (CDU). Die Erklä­rung ist Teil des „Natio­na­len Akti­ons­plans Inte­gra­ti­on”, der ins­ge­samt fünf Pha­sen der Inte­gra­ti­on defi­niert. „Noch bevor poten­ti­el­le Ein­wan­de­rin­nen und Ein­wan­de­rer die Ent­schei­dung getrof­fen haben, nach Deutsch­land aus­zu­wan­dern, müs­sen sie mög­lichst umfas­send über ein Leben in Deutsch­land infor­miert und auf­ge­klärt wer­den”, heißt es in der Erklä­rung. Digi­ta­le Ange­bo­te sol­len über regu­lä­re Ein­rei­se­mög­lich­kei­ten nach Deutsch­land infor­mie­ren und ein rea­lis­ti­sches Bild vom All­tag in Deutsch­land ver­mit­teln. „Fal­sche Erwar­tun­gen und unzu­rei­chen­de Infor­ma­ti­on kön­nen hin­ge­gen die Inte­gra­ti­on in Deutsch­land erschwe­ren”, heißt es im Text.

Eine beson­de­re Rol­le bei der Wis­sens­ver­mitt­lun­gen sol­len die deut­schen Aus­lands­ver­tre­tun­gen spie­len. Die Stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung sieht zudem „Ver­bes­se­run­gen von Ver­wal­tungs- und Aner­ken­nungs­ver­fah­ren, eine geziel­te Wer­be­stra­te­gie sowie den Aus­bau der Sprach­för­de­run­gen ins­be­son­de­re im Aus­land” vor. Die Bemü­hun­gen zie­len vor allem auf das Anwer­ben von Arbeits­kräf­ten ab, um den Bedarf in Deutsch­land zu decken. Im März tritt dazu das Fach­kräf­te­ein­wan­de­rungs­ge­setz in Kraft. „Im Hin­blick auf die Gewin­nung von Fach­kräf­ten geht es zudem dar­um, Deutsch­land im welt­wei­ten Wett­be­werb um qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te als attrak­ti­ves Ein­wan­de­rungs­land zu posi­tio­nie­ren”, ist in der Erklä­rung zu lesen.

Die Gro­ße Koali­ti­on sieht sich in der Rol­le einer inte­gra­ti­ons­po­li­ti­schen Pio­nie­rin. „Um die stark gestie­ge­ne Zuwan­de­rung der letz­ten fünf Jah­re – ins­be­son­de­re von Schutz­su­chen­den und EU-Bür­ge­rin­nen und Bür­gern – ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen, hat die Bun­des­re­gie­rung eine Fort- und Wei­ter­ent­wick­lung des Natio­na­len Akti­ons­plans Inte­gra­ti­on beschlos­sen”, heißt es ihrem Text. Mit die­sem Kon­zept betre­te „die Bun­des­re­gie­rung Neu­land und lei­tet einen Para­dig­men­wech­sel ein”.

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