Con­dor: EU-Beschwer­de gegen Luft­han­sa-Hil­fen erwägt

Condor - Flugzeug - Fluggesellschaft - Thomas Cook - Bäume - Baustelle - HäuserFoto: Sicht auf ein Condor Flugzeug, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Feri­en­flug­li­nie Con­dor – ehe­mals Teil der Tho­mas Cook Group – erwägt wei­te­re juris­ti­sche Schrit­te gegen die Lufthansa.

Con­dor-Chef Ralf Tecken­trup will womög­lich bei der EU-Kom­mis­si­on gegen die mil­li­ar­den­schwe­re Staats­hil­fe der Bun­des­re­gie­rung für den Kon­kur­ren­ten inter­ve­nie­ren, schreibt der „Spie­gel”. Brüs­sel hat­te die Luft­han­sa-Hil­fen im Som­mer 2020 nur unter der Bedin­gung geneh­migt, dass klei­ne­re Wett­be­wer­ber nicht ver­drängt wür­den. Nach Ansicht der Con­dor-Füh­rung geschieht aber genau dies, schreibt das Magazin.

Im Novem­ber hat­te die Luft­han­sa über­ra­schend einen lang­jäh­ri­gen Ver­trag über Zubrin­ger­flü­ge für ihre eins­ti­ge Feri­en­flug­toch­ter gekün­digt. Damit dro­he eine markt­be­herr­schen­de Stel­lung der Luft­han­sa bei tou­ris­ti­schen Fern­stre­cken, heißt es. Tecken­trup hat bereits das Bun­des­kar­tell­amt ein­ge­schal­tet. Eine Con­dor-Spre­che­rin will sich zu der Dar­stel­lung im Bericht nicht äußern, bestä­tigt aber, man prü­fe „alle juris­ti­schen Optionen”.

Bis­her kamen sich die bei­den Flug­ge­sell­schaf­ten kaum in die Que­re, aus his­to­ri­schen Grün­den und weil die Luft­han­sa vor allem auf Geschäfts­kun­den setz­te. Da das Seg­ment ein­bricht, will das Unter­neh­men künf­tig mehr Urlaubs­zie­le ansteuern.

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