Coro­na­vi­rus: Jens Spahn sieht Pan­de­mie 2022 beendet

Jens Spahn - Politiker - Gesundheitsminister - Person - DeutschlandFoto: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn hat sich opti­mis­tisch über den wei­te­ren Ver­lauf der Kri­se geäußert.

„Einen zwei­ten Jah­res­tag wird es in die­ser Form nicht geben”, sag­te der CDU-Poli­ti­ker der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung”. Und wei­ter: „Im Lauf des Jah­res wer­den wir die Pan­de­mie wei­test­ge­hend unter Kon­trol­le bekom­men – durch die Imp­fun­gen und durch die Mög­lich­keit, das Vak­zin an Muta­tio­nen anzu­pas­sen”. Es sei „enorm”, dass inner­halb von nur einem Jahr ein neu­er Impf­stoff ent­wi­ckelt wor­den sei und der Auf­bau der kom­ple­xen Pro­duk­ti­on inner­halb weni­ger Mona­te gelinge.

Spahn lob­te auch die Leis­tun­gen der Län­der und Kom­mu­nen beim Auf­bau der Impf­zen­tren: „Das ist alles gene­ral­stabs­mä­ßig orga­ni­siert, da funk­tio­niert die Ver­wal­tung rich­tig gut.” Der Minis­ter zeig­te sich ver­wun­dert über die Schär­fe der Kri­tik am schlep­pen­den Impf­be­ginn. „Nach­dem wir wochen­lang über die Impf­rei­hen­fol­ge und Knapp­heit am Anfang dis­ku­tiert haben, hät­te aus mei­ner Per­spek­ti­ve jedem klar sein müs­sen, dass das eini­ge Zeit dau­ern wird”, sag­te er. Den­noch ver­ste­he er die Ent­täu­schung und wol­le nichts schön­re­den. Es blei­be wei­ter­hin das „Ziel” der Bun­des­re­gie­rung, dass jeder aus der höchs­ten Risi­ko­grup­pe der über 80-Jäh­ri­gen bis Ende März geimpft sei. Das hän­ge jedoch von den Lie­fe­run­gen aus dem euro­päi­schen Impf­stoff-Kon­tin­gent ab.

Spahn wand­te sich gegen die Vor­schlä­ge der „Zero Covid”-Initiative. „Das ist zwar ein legi­ti­mer Dis­kus­si­ons­bei­trag, aber in die­ser abso­lu­ten Form nicht umsetz­bar”, sag­te der Gesund­heits­mi­nis­ter der FAS. Ver­ant­wor­tungs­vol­le Poli­tik müs­se die rich­ti­ge Balan­ce fin­den zwi­schen vie­len Inter­es­sen. „Eine radi­ka­le Stra­te­gie for­dert dage­gen in vie­len Berei­chen einen hohen Preis – nicht nur wirt­schaft­lich, son­dern auch sozi­al und gesell­schaft­lich”, sag­te der Gesund­heits­mi­nis­ter. Zwar gebe es in ande­ren Län­dern sehr nied­ri­ge Zah­len, in Japan, Tai­wan oder Aus­tra­li­en. Das sei­en aber alles Inseln. „Wir sind ein Land in der Mit­te des Kon­ti­nents, neun Nach­bar­län­der, frei­es Rei­sen. Bei mir zu Hau­se an der nie­der­län­di­schen Gren­ze fah­ren jeden Tag Hun­dert­tau­sen­de von einem Land ins andere”.

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