Desta­tis: Nied­rigs­ter Schwei­ne­be­stand seit über 25 Jahren

Hähnchen - Würstchen - Grill - Gegrilltes - Fleisch - Grillzange - LebensmittelFoto: Sicht auf gegrilltes Hähnchenfleisch und Würste, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Schwei­ne­be­stand in Deutsch­land ist im Jahr 2021 auf den nied­rigs­ten Stand seit 25 Jah­ren gesunken.

Ins­ge­samt wur­den zum Stich­tag 3. Novem­ber 23,6 Mil­lio­nen Schwei­ne in der Bun­des­re­pu­blik gehal­ten, teil­te das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt am Mitt­woch mit. Gegen­über der Vieh­be­stands­er­he­bung im Mai sank die Zahl der Schwei­ne um 4,4 Pro­zent oder 1,081 Mil­lio­nen Tie­re. Ver­gli­chen mit dem Vor­jah­res­wert ging der Bestand um 9,4 Pro­zent oder 2,450 Mil­lio­nen Tie­re zurück. Für die ein­zel­nen Tier­ka­te­go­rien bezie­hungs­wei­se Gewichts­klas­sen ergibt sich für die Schwei­ne­hal­tung ein dif­fe­ren­zier­tes Bild: Zum Stich­tag 3. Novem­ber 2021 wur­den 10,9 Mil­lio­nen Mast­schwei­ne in Deutsch­land gehal­ten – 3,2 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 359.600 Tie­re weni­ger als ein hal­bes Jahr zuvor.

Ein Rück­gang war dabei ins­be­son­de­re bei den Mast­schwei­nen mit 50 bis unter 80 Kilo­gramm Lebend­ge­wicht zu ver­zeich­nen, hier sank der Bestand um 8,1 Pro­zent oder 422.800 auf 4,8 Mil­lio­nen Tie­re. Die Zahl der Mast­schwei­ne in der obe­ren Gewichts­klas­se ab 110 Kilo­gramm Lebend­ge­wicht stieg hin­ge­gen um 7,1 Pro­zent oder 90.500 auf 1,4 Mil­lio­nen Tie­re. Der Bestand an Mast­schwei­nen mit 80 bis unter 110 Kilo­gramm Lebend­ge­wicht blieb mit 4,7 Mil­lio­nen Tie­ren nahe­zu kon­stant (-0,6 Pro­zent oder – 27.300 Tie­re). Die Fer­kel­be­stän­de ver­rin­ger­ten sich im Ver­gleich zu Mai 2021 eben­falls um 5,7 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 418.300 auf 6,9 Mil­lio­nen Tiere.

Neben den Bestän­den ist auch die Zahl der schwei­ne­hal­ten­den Betrie­be rück­läu­fig, so die Sta­tis­ti­ker wei­ter. Sie sank auf 18.800 und damit 4,6 Pro­zent oder 900 weni­ger als noch im Mai 2021. Im Ver­gleich zum Vor­jahr liegt der Rück­gang bei 7,8 Pro­zent (-1.600 Betrie­be). Unter ande­rem sind die auf­grund der gerin­gen Nach­fra­ge im Han­del und Export wei­ter fal­len­den Schwei­ne­fleisch­prei­se ein Grund für die sin­ken­den Betriebszahlen.

Auch im Zehn­jah­res­ver­gleich ging sowohl die Zahl der gehal­te­nen Schwei­ne als auch die Zahl der Betrie­be zurück: Die Zahl der Schwei­ne sank seit 2011 um 13,8 Pro­zent oder 3,8 Mil­lio­nen Tie­re, wäh­rend die Zahl der Betrie­be um 39,1 Pro­zent (-12.100 Betrie­be) abnahm. Da die Zahl der Betrie­be stär­ker abnahm als die Zahl der gehal­te­nen Schwei­ne, erhöh­te sich der durch­schnitt­li­che Schwei­ne­be­stand in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren von 886 auf 1.254 Schwei­ne je Betrieb.

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