DGB: Chef zwei­felt an Legi­ti­mi­tät des Lokführerstreiks

Güterzug - Frachtzug - Lastzug - Züge - SchienenFoto: Güterzug auf Gleisanlage, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Vor­sit­zen­de des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des zwei­felt an der Legi­ti­mi­tät des Bahn­streiks und for­dert die GDL zum Ein­len­ken auf.

„Lösun­gen wer­den am Ver­hand­lungs­tisch erstrit­ten, an den soll­te GDL-Chef Claus Weselsky Anfang nächs­ter Woche zurück­keh­ren”, sag­te Hoff­mann dem „Spie­gel”. Im Zen­trum der Aus­ein­an­der­set­zung stün­den nicht die Inter­es­sen der Bahn-Beschäf­tig­ten, son­dern die Über­le­bens­fä­hig­keit der GDL, so Hoff­mann. In den meis­ten Berei­chen der Bahn habe die­se kei­ne oder kaum Mit­glie­der, hier habe Weselsky „kein Man­dat und damit kei­ne Legi­ti­ma­ti­on” für einen Arbeitskampf.

Schar­fe Kri­tik übte der DGB-Vor­sit­zen­de auch am Chef des Deut­schen Beam­ten­bunds, der sich in die­ser Woche mit der GDL soli­da­ri­siert und die grö­ße­re Eisen­bah­ner­ge­werk­schaft EVG ange­grif­fen hat­te. „Die Pole­mik von Ulrich Sil­ber­bach gegen eine Mit­glieds­ge­werk­schaft des DGB ist uner­träg­lich”, so Hoff­mann. „Die EVG ist mit Abstand die größ­te Eisen­bah­ner­ge­werk­schaft, das weiß auch Herr Silberbach”.

Hoff­mann wirft Weselsky vor, die Beleg­schaft zu spal­ten. In einer Urab­stim­mung hat­ten sich die Anhän­ger der GDL ver­gan­ge­ne Woche für einen Streik ent­schie­den und zwei Tage lang Güter- wie Per­so­nen­ver­kehr lahm­ge­legt. Sie for­dern 3,20 Pro­zent mehr Lohn über eine Lauf­zeit von 28 Mona­ten, die Bahn bie­tet 40 Mona­te an.

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