DPolG: Pro­blem bei Kon­trol­le von Ausgangsbeschränkungen

Bundespolizisten - Bundespolizei - Bahnsteig - Köln HauptbahnhofFoto: Bundespolizisten am Bahnsteig des Kölner Hauptbahnhofs, Urheber: Bundespolizei Köln

Die Poli­zei­ge­werk­schaf­ter erwar­ten Schwie­rig­kei­ten bei Umset­zung der Corona-Ausgangssperren.

Bodo Pfalz­graf von der Deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft Ber­lin sag­te der „Welt”: „Die Akzep­tanz der poli­zei­li­chen und poli­ti­schen Maß­nah­men ist in der Bevöl­ke­rung gegen­über dem ers­ten Lock­down geschwun­den”. Wenn sei­ne Kol­le­gen nach 21:00 Uhr Leu­te anhal­ten woll­ten, könn­ten die­se ein­fach sagen, sie hät­ten einen trif­ti­gen Grund und müss­ten ganz drin­gend etwas ein­kau­fen. „Außer­dem wer­den schon jetzt die vie­len von der Poli­zei geschrie­ben Anzei­gen kaum durch die Bezirks­äm­ter wei­ter­ver­folgt, die sind völ­lig überlastet”.

Sein Kol­le­ge Jür­gen Köhn­lein, DPolG-Vor­sit­zen­der in Bay­ern, sag­te: „An Ostern selbst erwar­ten wir wegen des kal­ten Wet­ters kei­ne gro­ßen Pro­ble­me bei der Durch­set­zung der Aus­gangs­sper­re, die in Bay­ern ab 22:00 Uhr gilt. Aber danach wird es eine Her­aus­for­de­rung”. Denn schon aktu­ell sei­en fast alle Kreis­städ­te und Land­krei­se über der Inzi­denz von 100, nach Ostern wer­de das nahe­zu sicher über­all der Fall sein. Und damit greift in Bay­ern die Aus­gangs­sper­re, anders als etwa in Hes­sen, wo die 200er-Mar­ke über­schrit­ten sein muss.

„Unse­re größ­te Schwie­rig­keit ist aber die man­geln­de Abstands­wah­rung, die 1,50 Meter wer­den vom Eng­li­schen Gar­ten in Mün­chen bis zur Bam­ber­ger Alt­stadt stän­dig unter­schrit­ten”, sag­te Köhn­lein wei­ter. Wenn dann die Poli­zei „mit dem Zoll­stock” kom­me, gebe es Auf­re­gung in Medi­en und Inter­net. „Aber wie sol­len wir es denn sonst erklä­ren, wenn Leu­te nicht ein­se­hen, dass 70 Zen­ti­me­ter kein Meter Fünf­zig sind?”

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