Düs­sel­dorf: OB kri­ti­siert Vor­schlag zur Absa­ge von Veranstaltungen

Düsseldorf Hauptbahnhof - Westausgang - Gebäude - Fahrräder - DüsseldorfFoto: Sicht auf den Düsseldorfer Hauptbahnhof, Westausgang (Düsseldorf), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die For­de­rung von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter, Groß­ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 1.000 Teil­neh­mern wegen der Coro­na­vi­rus-Kri­se abzu­sa­gen, hat eine Debat­te in NRW ausgelöst.

Der Düs­sel­dor­fer Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel (SPD) nann­te die Zahl in der „Rhei­ni­schen Post” (Diens­tags­aus­ga­be) „ziem­lich will­kür­lich”. Dann müs­se man auch den Betrieb von Groß­märk­ten schlie­ßen, in denen sich über 1.000 Kun­den auf­hal­ten, so Geisel.

Das Düs­sel­dor­fer Stadt­ober­haupt kri­ti­sier­te auch, dass Spahn per Twit­ter an die Öffent­lich­keit ging. „Twit­ter­nach­rich­ten sind nicht die geeig­ne­te Form, um über eine dro­hen­de Epi­de­mie zu kom­mu­ni­zie­ren”, sag­te Gei­sel der Zeitung.

Die Stadt Düs­sel­dorf wird des­halb anste­hen­de Groß­ver­an­stal­tun­gen wie mit der Köl­ner Kaba­ret­tis­tin Caro­lin Kebe­kus am 14. März 2020 oder der Band Papa Roach am 16. März 2020 vor­erst nicht unter­sa­gen. Statt­des­sen setzt die Stadt auf Selbst­schutz­maß­nah­men der Bevöl­ke­rung. Das unter­stüt­ze die Stadt mit einer ent­spre­chen­den Infra­struk­tur, so Gei­sel. „Wir haben bei­spiels­wei­se die Rei­ni­gungs­in­ter­val­le von öffent­li­chen Toi­let­ten erhöht und in öffent­li­chen Gebäu­den Des­in­fek­ti­ons­spen­der auf­ge­stellt”, sag­te der Düs­sel­dor­fer OB.

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