Flücht­lings­hilfs­werk: Hoher Andrang von Bootsmigranten

Flüchtlinge - Menschen - Aufnahmestelle - Koffer - Boden - Wiese - SitzedeckeFoto: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das UN-Flücht­lings­hilfs­werk erwar­tet, dass in die­sem Jahr so vie­le Boots­mi­gran­ten nach Ita­li­en kom­men wer­den wie seit vier Jah­ren nicht mehr.

„Unse­ren Schät­zun­gen zufol­ge wer­den in die­sem Jahr rund 60.000 Men­schen Euro­pa über die zen­tra­le Mit­tel­meer­rou­te errei­chen”, sag­te die UNHCR-Bot­schaf­te­rin für Ita­li­en, Chia­ra Car­do­let­ti, der „Welt”. Das wäre die höchs­te Zahl an Ankünf­ten seit 2017. „Wir haben in die­sem Jahr bereits einen enor­men Anstieg gese­hen”, sag­te Car­do­let­ti. Bis zum 11. Juni 2021  ver­drei­fach­te sich die Zahl der Ankünf­te mit 15.375 Men­schen im Vor­jah­res­ver­gleich. Im Ver­gleich zu 2019 sind es sogar sie­ben­mal so vie­le Ankünfte.

Haupt­ur­sa­che für die stei­gen­de Zahl der Abfahr­ten ist die Situa­ti­on in Liby­en. Dort haben sich seit Beginn der Coro­na­kri­se die abfahrts­wil­li­gen Migran­ten gestaut. Jetzt, wo die Pan­de­mie bes­ser unter Kon­trol­le ist, wol­len sie nach Euro­pa über­set­zen. Auch die insta­bi­le poli­ti­sche Lage unter der amtie­ren­den Über­gangs­re­gie­rung trägt zu den stei­gen­den Abfahr­ten bei.

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