IMK: Sebas­ti­an Dul­li­en for­dert Bio­n­tech-Ver­zicht bei Älteren

Impfung - Spritze - Biontech - Comirnaty - CoronavirusFoto: Impfspritze mit Impfstoff von Biontech, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Direk­tor des Insti­tuts für Makro­öko­no­mie und Kon­junk­tur­for­schung for­dert, die Impf­stoff-Wahl­frei­heit für über 60 Jäh­ri­gen einzuschränken.

„Die Regel soll­te sein: Kein Bio­n­tech mehr für Älte­re, außer es gibt einen rich­tig guten Grund”, sag­te Dul­li­en dem Nach­rich­ten­por­tal T‑Online. Um Ver­zö­ge­run­gen in der Impf­kam­pa­gne zu ver­mei­den, „soll­te man den Ü‑60-Jäh­ri­gen jetzt nur noch Astra­ze­ne­ca und John­son & John­son geben – außer in medi­zi­ni­schen Ausnahmefällen”.

Dem Öko­nom zufol­ge sind nur noch rund sie­ben Mil­lio­nen Über-60-Jäh­ri­ge in Deutsch­land unge­impft, allein John­son & John­son aber lie­fe­re in die­sem Quar­tal 10,1 Mil­lio­nen Dosen. Nach Dul­li­ens Ein­schät­zung rei­che das gemein­sam mit dem Astra­ze­ne­ca-Impf­stoff für die­se Alters­grup­pe aus. Eine Imp­fung mit einem Vek­tor­i­mpf­stoff bei über 60-Jäh­ri­gen wäre dem­nach auch soli­da­risch gegen­über jun­gen Men­schen. „Es ist frag­lich, ob es bis zum Som­mer noch für die Kin­der und Jugend­li­chen reicht, wenn Bio­n­tech wei­ter auch an Älte­re geimpft wird”, so Dullien.

Irgend­wann wer­de genü­gend Impf­stoff von Bio­n­tech für alle ver­füg­bar sein, die Fra­ge sei nur wann, so Dul­li­en. „Doch die Impf­ge­schwin­dig­keit jetzt ist ent­schei­dend. Jeder Tag, an dem wir schnell imp­fen, ret­tet Leben”.

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