Impf­do­sen: Jens Spahn plant mit über 200 Mil­lio­nen Stück

Tisch - Impfstoff - Spritzen - Schalen - Desinfektionsmittel - Handschuhe - FrauFoto: Frau am Tisch zieht Spritzen auf, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn plant für das kom­men­de Jahr, 204 Mil­lio­nen Coro­na-Impf­do­sen zu beschaffen.

„Somit wür­de für Deutsch­land samt Sicher­heits­re­ser­ve mit einer Ver­sor­gung von etwas mehr als zwei Dosen pro Ein­woh­ner gerech­net”, heißt es in einem Bericht des Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums, über den das „Han­dels­blatt” (Don­ners­tag­aus­ga­be) berich­tet und der am Mitt­woch im Kabi­nett vor­ge­stellt wur­de. Es sei rat­sam, „recht­zei­tig wei­te­re Impf­stoff­men­gen für den Schutz gegen Muta­tio­nen und Auf­fri­schungs­imp­fun­gen zu sichern”, heißt es. So könn­ten mög­li­che Lie­fer­aus­fäl­le oder ande­re nicht vor­ge­se­he­ne Ereig­nis­se Pro­ble­me wie bei­spiels­wei­se bei der Impf­stoff-Sicher­heit abge­fe­dert werden.

Ins­ge­samt rech­net das Minis­te­ri­um mit Kos­ten in Höhe von 3,9 Mil­li­ar­den Euro im Jahr 2022. Die Impf­stoff­men­ge ver­teilt sich dem Bericht zufol­ge auf meh­re­re Her­stel­ler. Die EU hat­te bereits einen Ver­trag mit Biontech/Pfizer über Lie­fe­run­gen von bis zu 1,8 Mil­li­ar­den Dosen bis 2023 geschlos­sen. Davon gehen laut Bericht 84,4 Mil­lio­nen im Jahr 2022 an Deutsch­land. Dar­über hin­aus plant Spahn mit 31,8 Mil­lio­nen Impf­stoff­do­sen des mRNA-Impf­stoffs von Moder­na und 18,3 Mil­lio­nen Dosen des Vek­tor-Impf­stoffs von John­son & John­son. Wei­te­re 70 Mil­lio­nen Dosen ver­tei­len sich auf die Prä­pa­ra­te der Her­stel­ler Sano­fi (42 Mil­lio­nen), Nova­vax (16,3 Mil­lio­nen) und Val­ne­va (elf Mil­lio­nen). Der Impf­stoff des deut­schen Her­stel­lers Cur­e­vac, der in einer Stu­die nur eine Wirk­sam­keit von 47 Pro­zent erziel­te, fin­det sich nicht in den Plä­nen wider.

Der Chef des Zen­tral­in­sti­tuts der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­sor­gung, Domi­nik Still­fried, lob­te die Plä­ne. „Sie bedeu­ten, dass die Zeit des Impf­stoff­man­gels dem Ende zugeht”, sag­te Still­fried dem „Han­dels­blatt” (Don­ners­tag­aus­ga­be). „Ver­trags­arzt­pra­xen soll­ten bei Bestel­lun­gen für Auf­fri­schimp­fun­gen künf­tig mit ver­läss­li­chen Belie­fe­run­gen rech­nen können”.

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