Imp­fun­gen: Haus­ärz­ten sol­len laut Jens Spahn im April starten

Impfpass - Impfausweis - Impfungen - COVID-19 - Coronavirus - Comirnaty - Februar 2021 - BonnFoto: Impfausweis mit aktueller Impfung gegen das Coronavirus (Bonn), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Nächs­ten Monat im April sol­len die nie­der­ge­las­se­nen Ärz­te mit den Coro­na-Schutz­imp­fun­gen beginnen.

Das geht aus einem Vor­schlag von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn zur Ände­rung der Natio­na­len Impf­stra­te­gie her­vor, über den die Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Diens­tag­aus­ga­ben) berich­ten. „Ich habe gro­ßes Ver­trau­en in die Haus­ärz­te, dass sie die­se Her­aus­for­de­run­gen gut bewäl­ti­gen wer­den”, sag­te Spahn dazu am Mon­tag in der Schalt­kon­fe­renz mit den Gesund­heits­mi­nis­tern der Länder.

Zur Begrün­dung des Schrit­tes heißt es in Spahns Vor­schlag: „In den meis­ten Län­dern wird die Zahl der ver­füg­ba­ren Impf­do­sen bereits im April die von den Län­dern gemel­de­ten maxi­ma­len Kapa­zi­tä­ten in den Impf­zen­tren über­stei­gen”. Das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um berei­te „für den April den Über­gang in die nächs­te Pha­se der Natio­na­len Impf­stra­te­gie” vor. In die­ser Pha­se sol­len die haus- und fach­ärzt­li­chen Pra­xen, die in der Regel­ver­sor­gung rou­ti­ne­mä­ßig Schutz­imp­fun­gen anbie­ten, umfas­send in die Impf­kam­pa­gne ein­ge­bun­den wer­den. Die Impf­zen­tren und mobi­len Impf­teams der Län­der wür­den aber par­al­lel wei­ter benö­tigt und zur bes­se­ren Pla­nung ab April kon­ti­nu­ier­lich mit der glei­chen Men­ge Impf­do­sen wöchent­lich beliefert.

Die Prio­ri­sie­rung der Coro­na­vi­rus-Impf­ver­ord­nung soll dem­nach im Grund­satz auch für die Imp­fun­gen in den Arzt­pra­xen gel­ten. Die tat­säch­li­che Ent­schei­dung der Prio­ri­sie­rung aber erfol­ge „nach jewei­li­ger ärzt­li­cher Ein­schät­zung vor Ort”, heißt es in Spahns Vor­schlag. Dies wer­de hel­fen, in die­ser Pha­se eine fle­xi­ble­re Umset­zung von Imp­fun­gen zu ermöglichen.

Ab April sol­len zudem Betriebs­ärz­te eine wich­ti­ge Rol­le spie­len: „In einem wei­te­ren Schritt wer­den die­se bzw. die Unter­neh­men im Lau­fe des zwei­ten Quar­tals ver­stärkt in die Impf­kam­pa­gne ein­ge­bun­den”, heißt es in Spahns Vor­schlag. Gesprä­che zur Vor­be­rei­tung die­ses Schrit­tes lie­fen bereits mit der BDA und den Ver­bän­den der Betriebsärzte.

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