Paul-Ehr­lich-Insti­tut: Hacker­an­griff alar­miert Datenschützer

Tastatur - Hände - Finger - Notebook - Laptop - TastenFoto: Sicht auf eine Tastatur, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Ham­bur­ger Daten­schüt­zer Johan­nes Cas­par hat sich besorgt über die Hacker­an­grif­fe auf E‑Mail-Pro­gram­me von Micro­soft geäußert.

„Das ist eine außer­or­dent­lich bedroh­li­che Ent­wick­lung”, sag­te er dem „Han­dels­blatt” (Mitt­woch­aus­ga­be). Offen­bar gehe die Zahl der betrof­fe­nen Unter­neh­men in die Zehn­tau­sen­de. „Soweit öffent­li­che Stel­len betrof­fen sind, kann der Scha­den immens sein und soll­te uns die Bedeu­tung und Not­wen­dig­keit digi­ta­ler Sou­ve­rä­ni­tät deut­lich vor Augen führen”.

Cas­par sieht in der Abhän­gig­keit von eini­gen weni­gen welt­weit genutz­ten Soft­ware­tools „mas­si­ve Risi­ken im glo­ba­len Maß­stab”, die nicht mehr lokal begrenz­bar sei­en. Micro­soft hat in den ver­gan­ge­nen Wochen meh­re­re Schad­pro­gram­me ent­deckt, die jüngst bekannt­ge­wor­de­ne Sicher­heits­lü­cken in sei­nem E‑Mail-Sys­tem Exchan­ge aus­nutz­ten. Der Kon­zern ver­öf­fent­lich­te Sicher­heits­up­dates, mit denen die Lücken geschlos­sen wer­den sollten.

Cas­par sieht ange­sichts der Micro­soft-Sicher­heits­lü­cke in der Stär­kung von IT-Sicher­heits­struk­tu­ren eine „Schlüs­sel­her­aus­for­de­rung für die Zukunfts­fä­hig­keit der nächs­ten Jah­re”. Der digi­ta­le Stand­ort Deutsch­land und sei­ne Wert­schöp­fungs­ket­ten sei­en davon abhän­gig, dass es gelin­ge, eine siche­re und ver­trau­ens­wür­di­ge IT-Struk­tur auf­zu­bau­en. „Hier­zu bedarf es nicht nur der Ein­sicht, die nöti­gen finan­zi­el­len Mit­tel auf­zu­brin­gen, son­dern auch inno­va­ti­ver und eigen­stän­di­ger Ansät­ze gera­de im Bereich der öffent­li­chen IT in Regie­rung und Ver­wal­tung”, so Caspar.

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