TUI: Tou­ris­tik­kon­zern star­tet Flex-Prei­se für Pauschalreisen

Flugzeuge - TUI - Condor - Flughafen - LandebahnFoto: Flugzeuge der TUI und Condor auf der Landebahn, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der deut­sche Tou­ris­mus­kon­zern TUI star­tet ab Mon­tag ein neu­es Flex-Preis-Modell für Pauschalreisen.

Kun­den könn­ten dann gegen Auf­preis eine Fle­xi­bi­li­sie­rung der eige­nen Rei­se buchen, sag­te TUI-Deutsch­land­chef Marek Andry­s­zak der „Welt” (Mon­tags­aus­ga­be). „In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat der Preis die Ent­schei­dung unse­rer Kun­den bestimmt. Das hat sich jetzt deut­lich geän­dert: Fle­xi­bi­li­tät steht mit gro­ßem Abstand an ers­ter Stel­le”. Für eine Rei­se für bis zu 2.500 Euro kos­tet die Fle­xi­bi­li­sie­rung 39 Euro. Danach steigt der Preis schritt­wei­se auf bis zu 399 Euro für eine Rei­se im Wert von über 20.000 Euro. Bis Ende Janu­ar sol­len Kun­den die Preis­op­ti­on noch gra­tis bekom­men, danach wird der Zuschlag erhoben.

Anders als bei einer Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung muss eine Ände­rung oder ein Rück­tritt von der geplan­ten Rei­se nicht begrün­det wer­den. Die fle­xi­ble Hand­ha­bung wird aller­dings nur bis zu 14 Tage vor Rei­se­an­tritt mög­lich sein. „Stor­nie­ren wir einen Flug noch kurz­fris­ti­ger, bleibt der Sitz­platz leer. Das kos­tet bis zu 300 Euro”, sag­te Andry­s­zak. Das kön­ne sich kein Ver­an­stal­ter leis­ten. Auch ein Staf­fel­mo­dell mit varia­blen Kos­ten je nach Rück­tritts­zeit­punkt hat­te der Han­no­ve­ra­ner Kon­zern aus­ge­schlos­sen. „Wir woll­ten unser Flex-Ange­bot für die Pau­schal­rei­se so ein­fach wie mög­lich hal­ten”, sag­te Andry­s­zak. Der Kon­zern geht davon aus, dass 30 Pro­zent der Kun­den das Pro­dukt in Anspruch neh­men werden.

Ob TUI damit etwas ver­dient oder drauf­zahlt, hän­ge stark vom Kun­den­ver­hal­ten ab: „Ob 15 oder 35 Tage vor der Abrei­se stor­niert wird, hat gro­ßen Ein­fluss auf die Wirt­schaft­lich­keit. Wir rech­nen mit einem aus­ge­gli­che­nen Ergeb­nis”. Auch zur Fra­ge nach einer mög­li­chen Impf­pflicht für TUI-Kun­den äußer­te sich Andry­s­zak: Er schloss die­se im Rah­men eines Allein­gangs des Unter­neh­mens vor­erst aus. „Das wür­de einen noch viel grö­ße­ren Ansturm auf den Impf­stoff aus­lö­sen”, sag­te der TUI-Deutsch­land­chef der Zei­tung. „Letzt­lich rich­ten wir uns nach den Vor­ga­ben der Urlaubsländer”.

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