Ber­lin: Leich­te­re Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung bei Flüchtlingen

Flüchtlinge - Migranten - Migration - Personen - Kinder - Bäume - Büsche - Gebäude - WegFoto: Flüchtlinge mit Kindern, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Kat­rin Göring-Eckardt hat die Bun­des­re­gie­rung zum Welt­flücht­lings­tag auf­ge­for­dert, die Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung Geflüch­te­ter zu erleichtern.

„Fami­li­en gehö­ren zusam­men. Die Bun­des­re­gie­rung muss end­lich unbü­ro­kra­tisch Fami­li­en­vi­sa aus­stel­len”, sag­te Göring-Eckardt der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung”. Seit Jah­ren lege die Bun­des­re­gie­rung Müt­tern, Vätern und Kin­dern, die durch Flucht getrennt wur­den, alle mög­li­chen büro­kra­ti­schen Hür­den in den Weg.

Durch die Ein­schrän­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie wer­de die Situa­ti­on für getrenn­te Fami­li­en oft noch ver­schärft. „Wenn Jugend­li­che voll­jäh­rig wer­den, solan­ge die Visa-Stel­len an den deut­schen Aus­lands­ver­tre­tun­gen noch geschlos­sen sind, kön­nen sie für immer das Recht ver­lie­ren, mit ihren Fami­li­en zusam­men­zu­le­ben.” Die Regie­rung müs­se sich jetzt „klar dazu beken­nen, dass Jugend­li­che nicht ihr Recht ver­lie­ren, mit ihren Fami­li­en zusam­men­zu­le­ben, sobald sie 18 Jah­re alt wer­den”, so Göring-Eckardt. „Coro­nabe­dingt geschlos­se­ne Visa-Stel­len und schlep­pen­de Asyl­ver­fah­ren sind kei­ne Ent­schul­di­gung dafür, jun­ge Men­schen und Fami­li­en dau­er­haft auseinanderzureißen”.

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